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Steierwald, Ulrike
377 |

1046: Finis.

Zu Hermann Burgers Gedicht "Worte"

2019 j├Ąhrte sich der Todestag des Schweizer Autors Hermann Burger zum drei├čigsten Mal. Jenseits der Schweiz waren jedoch nur wenige Texte der Erinnerung an diesen Schriftsteller ÔÇô in Feuilletons oder literarischen / literaturwissenschaftlichen Zeitschriften ÔÇô  zu finden. Dies mag auch daran liegen, dass seine Mortologismen wenig aktuellen Unterhaltungs- und damit Marktwert haben.

Ulrike Steierwald nahm in der Vorlesungsreihe 10 Minuten Lyrik. Der Dichtung eine Gasse (Leuphana Universit├Ąt L├╝neburg) Burgers drei Jahrzehnte zur├╝ckliegenden Suizid zum Anlass, ihm mit seinen eigenen  Worten und in der ihm eigenen logischen Konsequenz zu antworten: ÔÇ×Aber du bist nicht tot.ÔÇť (Aus: Der stumme Bruder. In: Rauchsignale. Gedichte. Z├╝rich und...

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D├Ârwald, Uwe
376 |

Max Ottes Abschiedsvorlesung an der Hochschule Worms

Kein Verlust: Ein Netzwerker am konservativen rechten Rand der Gesellschaft verl├Ąsst die akademische Welt.

Am 15. Mai 2019 hielt Max Otte seine Abschiedsvorlesung vor circa 180 Ga╠łsten im halbgefu╠łllten Audimax der Hochschule Worms. Anders als bei einer Veranstaltung Ottes Ende Dezember 2018 an der Universita╠łt Ko╠łln regte sich in Worms kein Protest gegen seine Vorlesung.

Das Thema der Abschiedsvorlesung war: ÔÇ×Meinungsfreiheit in Deutschland im Jahr 2019.ÔÇť Die Frage: ÔÇ×Wie steht es um die Demokratie?ÔÇť, die noch in der Einladungzur Vorlesung stand, stand nicht mehr auf der Eingangsfolie zur Vorlesung. Eigentlich ein interessantes Thema, wenn es denn eine Vorlesung gewesen wa╠łre und keine eklektizistische Aneinanderreihung von Allgemeinpla╠łtzen, mit denen Max Otte aufzeigte, dass und wie er nach seiner Wahlempfehlung fu╠łr die AfD bei der letzten...

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Hoppe, Felicitas
375 |

Mein Mensch, mein Hund:

Hermynia Zur M├╝hlen im 21. Jahrhundert lesen

Das Vorwort ist eine Gattung f├╝r sich, das, wenn es wie im vorliegenden Fall gelingt, in einen Text oder ein Werk auf eigene Weise einf├╝hrt und Lust macht, auf eine literarische Entdeckungsreise zu gehen.

Wir danken der Autorin und dem Paul Zsolnay Verlag f├╝r die Genehmigung das Vorwort zur gerade erschienenen Ausgabe der Werke von Hermynia Zur M├╝hlen publizieren zu d├╝rfen und empfehlen auf diesem Weg die Lekt├╝re einer vergessenen Autorin des 20. Jahrhunderts.

Hermynia Zur M├╝hlen: Werke
Im Auftrag der Deutschen Akademie f├╝r Sprache und Dichtung und der W├╝stenrot Stiftung herausgegeben von Ulrich Weinzierl. Mit einem Essay von Felicitas Hoppe.

Bibliothek W├╝stenrot Stiftung. Autorinnen des 20. Jahrhunderts * 4 B├Ąnde im Schuber, 2581...

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Hoppe, Felicitas
374 |

DAS ROTKÄPPCHENPRINZIP

Wie oft haben Sie in Ihrem Leben versucht, wirklich (tats├Ąchlich) originell zu sein? Ich erinnere mich, vage, an Themenpartys, die das gestellte Thema m├Âglichst originell konterkarieren sollten. Die Aufgabe erzeugte vor allem Stress, weil sich das Thema in der Regel aus dem Fundus alter Partykulturen bediente und damit selten unter Originalit├Ątsverdacht stand. Es ging um Jahrg├Ąnge, Orte, Musik oder Farben, um Kleidung, Tiere und Statussymbole oder, nur scheinbar ambitionierter, um Ideen und Kunst. Sind Sie jemals als Dichter, Komponist oder Philosoph zum Fasching gegangen? Und war die Aufgabe leichter, als Sie sich in eine Dichterin, Komponistin oder Philosophin verwandeln durften?

   Ich wusste nie, als was ich gehen sollte ÔÇô als Frau...

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Kiss, Endre
373 |

Naturschutz und Gesellschaftsschutz

Globalisation hat eine besondere Relation zum Klimawandel, und umgekehrt. Der Klimawandel besitzt auch eine besondere Relation zur Globalisation.

Sie leben und existieren zusammen und oft werden sie auch gemeinsam genannt und teilweise auch fu╠łr identisch gehalten. Es ist jedoch klar, dass die Globalisation auch ohne Klimawandel problemlos existieren kann, wa╠łhrend dasselbe auch vom Klimawandel ausgesagt werden kann.

Da es sich jedoch um zwei Pha╠łnomene von universaler, geradezu totaler Extensita╠łt handelt, haben wir mit einer langen Reihe von Fakten und Interpretationen zu tun, die davon zeugen, dass das Aufkommen der Globalisation und das des Klimawandels miteinander bereits relativ fru╠łh in Interaktion traten. Ein besonders wichtiges...

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Perina, Jitka
372 |

ASPEKTE DER ANDERSHEIT

Das neue Buch der Philosophin Karen Gloy trifft mit seinem Fokus auf das Verh├Ąltnis von Ich und dem Anderen genau das aktuelle Problem unserer westlichen Welt - die Begegnung mit dem Fremden.

Mit der zunehmenden Globalisierung scheint das Thema der Andersheit zuna╠łchst u╠łberwunden zu sein, was sich jedoch als Ta╠łuschung erweist. Zwar ist die traditionelle Grenzziehung durch die Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung aufgehoben und heterogene Kulturen vermischen sich und erzeugen Multikulturalita╠łt. Die Daseinsbewa╠łltigung des Einzelnen gru╠łndet jedoch auf einem rigorosen Egoismus. Dem Einzelnen geht es vor allem um sich selbst, er setzt seine Interessen im Kampf gegen andere durch und verfolgt die Gedanken der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Demgegenu╠łber ru╠łckt die Beziehung zum anderen auf den zweiten Rang. Das Wir-Gefu╠łhl haben wir weitgehend verloren. Die Konflikte werden zu Gunsten des Ich entschieden.

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Eisenberg, Peter
371 |

Hannover hat das beste Deutsch

Die Stadt Hannover will die Sprache gerechter machen. Sie empfiehlt daf├╝r geschlechtsumfassende Formulierungen. Der Linguist Peter Eisenberg hat sich einige davon genauer angeschaut.

Im Fr├╝hjahr 2019 hat die Landeshauptstadt Hannover ein Faltblatt mit ÔÇ×Empfehlungen f├╝r eine geschlechtergerechte VerwaltungsspracheÔÇť ver├Âffentlicht. Es bestehen Zweifel daran, dass es sich tats├Ąchlich um Empfehlungen und nicht um verbindliche Sprachregelungen handelt. So liest man im einleitenden Text: ÔÇ×Wenn eine geschlechterumfassende Formulierung nicht m├Âglich ist, ist der Genderstar (z. B. Antragsteller*innen) zu verwenden.ÔÇť Das ist keine Empfehlung, sondern eine Anweisung, die zudem gegen geltendes Recht verst├Â├čt. F├╝r den ├Âffentlichen Dienst ist die Verwendung der amtlichen Rechtschreibung verbindlich.

Ko-Publikation mit freundlicher Genehmigung von Peter Eisenberg und von MERTON (www.merton-magazin.de)

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Rainer, Ulrike
370 |

Life in the United States - 21

Louisiana: Les Belles Et Les Bêtes

Louisiana war von 1682-1762 franzo╠łsische Kolonie, von 1762 bis 1800 unter spanischer Herrschaft, und wurde von 1800 bis 1803 wieder an Frankreich abgegeben. 1803 fiel das Territorium durch den Louisiana Purchase an die USA.

Mehr zur Geschichte LOUISIANAS lesen Sie in unserem neuen Text aus unserer AMERIKA-Reihe.

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Hoppe-D├Ârwald, Dorothea
369 |

Das ├Âkologische Auge

Eine andere M├Âglichkeit der Kulturgeschichte

Das Buch mit dem Titel Das o╠łkologische Auge und dem Untertitel Landschaftsmalerei im Spiegel nachhaltiger Entwicklung besteht aus zwei Teilen. Teil I: Das gab es schon -Teil II: Das gab es noch. Ich wusste zuna╠łchst gar nicht so genau, was es mit dem Buch auf sich hat, als ich es eines Tages bei uns auf dem Tisch liegen sah. Dann entdeckte ich fu╠łr mich aber schon bald: So gab es das noch nicht. Ich mag mich irren, aber fu╠łr mich war die Lektu╠łre ein besonderes Erlebnis, denn es war wie eine gro├če U╠łberraschung, die sich mir beim Lesen entfaltete, ich hatte so ein Buch noch nie gelesen.

 

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D├Ârwald, Uwe
368 |

Salman Rushdies "Satanische Verse"

Begleitet von einer Art doppeltem Vorspann bringen wir aus Anlass des drei├čigsten Jahrestages der Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie (Februar 1989) eine Besprechung der Satanischen Verse aus dem gleichen Jahr.

Denn es bleibt wichtig, sowohl die Meinungsfreiheit als auch die Kunstfreiheit zu verteidigen.

Am 21. Februar 2019 brachte die FAZ einen Text des amerikanischen Journalisten James Kirchick mit der ├ťberschrift Die freie Welt legt sich selbst einen Maulkorb an. Kirchick beschreibt in seinem Text, wie seit der Fatwa gegen Salman Rushdie die Schere im Kopf funktioniert und er beklagt ein ÔÇ×kollektives Versagen westlicher Gesellschaften, die vor drei Jahrzehnten, als ein Schurkenstaat einen Schriftsteller zur Zielscheibe einer...

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Frisch aus der Druckerpresse

THE MAKING OF PRAWDA, Distanz Verlag Berlin 2019

Herausgeber: Felicitas Hoppe, Alexej Meschtschanow, Jana M├╝ller, Ulrike Rainer

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Kunst ist sch├Ân, macht aber viel Arbeit !

Das Buch ist nicht nur ├╝ber den Distanz Verlag, sondern f├╝r nur 34,90 Euro zzgl. Versandkosten auch DIREKT bei den Herausgebern / K├╝nstlern zu beziehen.

Bestellungen bei DISTANZ generieren f├╝r die K├╝nstler u. Herausgeber nur einen Mehrwert in der W├Ąhrung "AUFMERKSAMKEIT"; direkte Bestellungen hingegen bringen den K├╝nstlern auch konkret etwas ein!

Wir leiten verbindliche Bestellungen des Buches gerne an die Herausgeber weiter!

redaktion@schwarz-auf-weiss.org