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Hoppe-Dörwald, Dorothea
153 |

That’s definitly not Russia

"Das eingeschossige Amerika"

Ich war noch nie in Amerika und bin mit meinen Vorstellungen ĂŒber diesen Kontinent vielleicht auch genau auf dem Stand wie es 1935 Ilf und Petrow waren, als sie gemeinsam Amerika bereisten. Die zwei berĂŒhmten russischen Autoren, die ihren Durchbruch mit dem Doppelroman „Zwölf StĂŒhle/Das goldene Kalb“ hatten, unternahmen die Reise als Korrespondenten der Zeitung Prawda. Noch nie habe ich einen so fantastischen Reisebericht gelesen, der mit viel Humor und Zugewandtheit Amerika beschreibt.

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Rainer, Ulrike
151 |

KandidatenkĂŒr der Republikaner in den USA

Obama's Gegner bringen sich in Stellung. Ihr einziger Programmpunkt heißt: Weg mit Obama!

In einem Jahr wissen wir, ob wir hier die HĂ€nde vor Verzweiflung ringen oder erleichtert aufseufzen. Das kann vorlĂ€ufig niemand vorhersehen. Noch ist alles offen. Da die Republikaner das schamlos prahlerisch zugegebene einzige Programm vertreten, Obama aus dem Amt zu jagen, komme was wolle und egal, was es im Land dringend an echten, ernsten  Problemen zu lösen gĂ€be, verkommt der sogenannte Wahlkampf seit mindestens letztem FrĂŒhjahr zum Komödiantenstadel. Die Comic Zeichner haben Hochkonjunktur. [...] Es gibt zudem ein trauriges PhĂ€nomen, dass die Armseligkeit der Presse in immer grelleres Licht rĂŒckt. TĂ€glich erscheinen Kandidaten, egal welchen Unsinn sie verzapfen, im Fernsehen und werden von der eitlen Wichtigtuerei der Interviewer...

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149 |

Mathew D. Rose im Interview

Über Korruption, Sponsoring und Finanzierung von Parteien

In Beitrag 107 >>Die Macht des Lobbyismus<<  hat schwarz-auf-weiss  das Buch von Mathew D. Rose besprochen und vorgestellt.

Unser Fazit war: Kaufen und Lesen! Denn: "Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die RealitÀt und die Gegenwart." - Der in Berlin lebende Journalist Mathew D. Rose wurde 1954 in New York geboren, ist Historiker und arbeitet seit Jahren in Deutschland.

schwarz-auf-weiss hatte Gelegenheit, ein ausfĂŒhrliches Interview mit dem Autor zu fĂŒhren.

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Hoppe, Felicitas
147 |

Lösung: Liebe

Heinrich von Kleist zum 200sten Todestag

Heute vor 200 Jahren nahm sich der Schriftsteller Heinrich von Kleist zusammen mit Henriette Vogel am Kleinen Wannsee zwischen Berlin und Potsdam das Leben.

Das wird offenbar und exzessiv zum Anlaß genommen, zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Lesungen zu zelebrieren, wie man einer Pressemeldung des internationales literaturfestival berlin entnehmen kann. Dort heißt es: "am 21. November 2011 liegt die Selbsttötung von Heinrich von Kleist 200 Jahre zurĂŒck. An diesem Tag wird Heinrich von Kleist mit einer weltweiten Lesung geehrt. Zu der außerordentlichen Initiative des worldwide readings, zu der die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin aufgerufen haben, sind bereits mehr als 130...

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Rainer, Ulrike
146 |

Lachen garantiert

Besprechung zu GRÜNES EI MIT SPECK

Wenn ich frage, ”und wer kennt Dr. Seuss”, schießen sofort alle HĂ€nde in die Höhe, denn den kennt fast jedes amerikanische Kind. Immerhin haben sich ĂŒber 222 Millionen seiner BĂŒcher verkauft. Kein Wunder, denn die Texte, Verse und dazugehörigen farbprĂ€chtigen Illustrationen dieses begnadeten KĂŒnstlers sind sowohl fĂŒr Kinder als auch Erwachsene unwiderstehlich.

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Dörwald, Uwe
143 |

Die Macht des Lobbyismus

Vom Ausverkauf demokratischer Werte

Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die RealitÀt und die Gegenwart.

Die MissstĂ€nde und die fĂŒr eine demokratisch organisierte Gesellschaft zersetzenden Strukturen mit klaren Worten und guten Belegen zu beschreiben, ist ein klares Verdienst des vorliegenden Buches. Es geht um ein effektives "Netzwerk von Kreuzbeteiligungen und Verflechtungen"; gemeinhin heißt dies Filz.

Es geht um den >>prize of souls<<... thou art virtue, fame, honour, and all things else...und um die Frage, inwieweit wir unser Handeln contrecoeure ausrichten können. Denn: Mit Gold kann man die Seele kaufen, [...], also nicht nur die Menschen zwingen, etwas gegen ihren innersten sittlichen Antrieb zu tun,...

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van Berkel, Jan
142 |

X-Terra WM 2011: Ist das ein echter Sieger?

AbwÀgungen zwischen juristischen und sportlich-gesellschaftlichen Wertvorstellungen.

Nach dem Sieg von Michael Weiss (AUT) bei der X-Terra WM in Maui (Hawaii) mehren sich die emotionalen Kommentare. Eine Statusaufnahme der sportlich-gesellschaftlichen sowie juristischen Elemente. 

Juristische WĂŒrdigung des Falles - Michael Weiss hat die Ziellinie in Maui als erster regelkonform ĂŒberquert. Es liegen momentan keine, weder im Vorfeld noch im Zielbereich durchgefĂŒhrte, positive Dopingbefunde vor. Er gilt somit, vorbehaltlich der Resultate der Dopingtests im Ziel, als offizieller Sieger des Rennens. Michael Weiss ist X-Terra Weltmeister.

Ist doch alles eine klare Sache, oder? Warum dann die Aufregung?

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
140 |

Von Menschen und NotizbĂŒchern

HARRIET - Spionage aller Art

Harriet wĂ€chst wohl behĂŒtet auf. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern, ihrem KindermĂ€dchen Ol' Golly und der immer etwas mĂŒrrischen Köchin in einem großen Haus in New York. Harriet ist elf Jahre alt und hat sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie will Schriftstellerin oder Spionin werden. Spionage betreibt sie bereits jetzt grĂŒndlich und ausdauernd, ein stĂ€ndiger Begleiter ist hierbei ihr kleines Notizbuch, welches sie immer bei sich fĂŒhrt und in das sie alles aufschreibt, was ihr auffĂ€llt und was ihr wichtig erscheint.

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Dörwald, Uwe
138 |

"Unternehmen Wahnsinn"

Blinder Aktionismus und leere Worte

Aktionismus und hohle Worte scheinen heute und in vielen Unternehmen zum Standardrepertoire zu gehören. Zeit zum (Nach- und Durch-) Denken gibt es immer weniger, obwohl „der mĂŒndige BĂŒrger die Sehnsucht nach FĂŒhrung eigentlich begrenzen“ sollte. Die Management- und Organisationsberaterin Theresia Volk, die eine geisteswissenschaftliche Ausbildung hat, was sich wohltuend bemerkbar macht, beschreibt in ihrem Buch, das intelligent, klug und nicht nur lesenswert, sondern auch lesbar geschrieben ist, die Differenz, die vielfach zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der Welt der Unternehmen besteht.

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Dimmers, Jan
137 |

Über "Atemschaukel" von Hertha MĂŒller

Hermeneutik in einer hermetischen Welt

In diesem Essay bin ich nicht dabei, eine Kritik der Atemschaukel zu schreiben. Ich schreibe nicht, um fĂŒr mich selbst und anderen klar zu machen, wie gut oder schlecht ich das gelesene Buch finde. Hier wird mehr der Akt des Lesens als Lesestrategie und Leseabenteuer hervorgehoben. Ich wandere nur durch eine textuelle Landschaft hindurch, wo ich Angst und Einsamkeit kennenlerne.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
135 |

EinfĂ€ltige Vielfalt – vielfĂ€ltige Einfalt

Die Bachelorisierung des Studienangebots

Teildisziplinen werden zu eigenstÀndigen FÀchern, somit kann man endlich orientiert an den eigenen Neigungen studieren, ohne sich mit den anderen Àrgerlichen Pflichtauflagen herum zu quÀlen. Bald wird es sicherlich möglich sein, Informatik gÀnzlich ohne Mathematik zu studieren, vielleicht auch Deutsch ohne Grammatik. Auch PÀdagogik wird es irgendwie ohne Didaktik geben, denn sonst könnte man ja auch gleich Didaktik studieren. Viel besser sind aber die noch konkreteren und anregenden StudiengÀnge wie beispielsweise 'Abenteuer- und ErlebnispÀdagogik', 'Alternde Gesellschaften', 77 betriebswirtschaftliche Bindestrich-Varianten, Caritaswissenschaft, E-Learning und Medienbildung.

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Bauer, Joachim
134 |

AggressivitÀt und Gewalt in der Schule

Was kann man tun?

Der „zuverlĂ€ssigste“ Auslöser von Aggression ist die ZufĂŒgung von Schmerzen. Wer die Schmerzgrenze tangiert, wird Aggression ernten. Ein entscheidender Durchbruch zum VerstĂ€ndnis der menschlichen Aggression war die erst vor wenigen Jahren gemachte Entdeckung, dass die Schmerzzentren des menschlichen Gehirns nicht nur auf körperliche Schmerzen, sondern auch auf soziale Ausgrenzung und DemĂŒtigung reagieren. Dies erklĂ€rt, warum nicht nur körperliche Schmerzen Aggression auslösen, sondern auch Ausgrenzung und DemĂŒtigungen.

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Dimmers, Jan
132 |

Doppelspionage

Summa Theologiae der Doppelspionage

Die olympischen Götter haben, in der Langeweile ihrer Unsterblichkeit, unbĂ€ndig gelacht. Ein seriöses GesprĂ€ch im Himmel, wie zum Beispiel ĂŒber Hiob, Odysseus und Faust, hat es ĂŒber mich aber nicht gegeben. Der letzte Veranstalter so eines GesprĂ€ches, der entschlafene Harry Mulisch, konnte auch nach seiner Entdeckung des Himmels nichts fĂŒr mich tun.

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Dörwald, Uwe
131 |

Vom lebendigen Geist zum gebrochenen Herz

Aus Anlass von Richard MĂŒnchs Studie "Akademischer Kapitalismus"

Vom lebendigen Geist zum gebrochenen Herz - so könnte man - augenzwinkernd und leicht pathetisch - sowie kurz und bĂŒndig die Entwicklung der UniversitĂ€t seit dem Start der Bologna-Reform beschreiben, wenn die Lage nicht ernst und ein Verlust zu beklagen wĂ€re.

Ohne Not, wie viele und insbesondere Geisteswissenschaftler bemerken, entwickelt sich die UniversitÀt weg von einer Institution, in der die Freiheit der Forschung als eigenstÀndiger Wert hoch gehalten wurde, hin zu einem Unternehmen, das Bildung und Bildungszertifikate verkauft.

Bedenkenswert ist diese Reform deshalb, weil es "keinen >>wissenschaftlichen<< Beweis dafĂŒr gibt, dass bei der EinfĂŒhrung ökonomischer Steuerungsmodelle in nichtökonomische Felder tatsĂ€chlich offene MĂ€rkte...

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Kiss, Endre
129 |

Die mögliche Geschichte der Globalisierung

Die mögliche Geschichte der Globalisation in den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Es versteht sich von selbst, dass die partikulĂ€ren Interessen von China unter keinen UmstĂ€nden universal genannt werden dĂŒrfen. Es fĂ€llt aber auf, dass diejenige Formulierungen, die in der Literatur in Verbindung mit Chinas internationalen Schritten auftauchen, auf das „gegenseitige Vertrauen”, auf die „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten” von anderen, sowie auf die Realisierung von „gegenseitigen Vorteilen” begrĂŒndet sind. In die entsprechenden ZusammenhĂ€nge gestellt, weisen diese an sich partikulĂ€ren Zielsetzungen bereits auch universale Elemente auf, da sie die Momente des offen Ideologischen, der Neudefinition der Begrifflichkeit der internationalen Politik, des IdentitĂ€tstranfers, der Missionierung bewusst nicht enthalten,...

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MĂŒnch, Richard
127 |

Sieger und Besiegte

Wie der ökonomische Wettbewerb um Geld und Prestige zunehmend den wissenschaftlichen Wettbewerb um Erkenntnisfortschritt kolonisiert

|RICHARD MÜNCH| KernstĂŒck der Reformen in der Gegenwart ist die Umgestaltung von Hochschulen in Unternehmen, die untereinander um Geld und Prestige konkurrieren. Dabei wird systematisch ĂŒbersehen, dass der verschĂ€rfte Wettbewerb um Ressourcen die Funktionsbedingungen des genuin wissenschaftlichen Wettbewerbs um Erkenntnisfortschritt außer Kraft setzt. 

schwarz-auf-weiss dankt Richard MÜNCH fĂŒr die Überlassung des Textes.

Bibliografischer Hinweis: Der Text ist zuerst erschienen in: Forschung & Lehre, Jahrgang 18, Heft 7/11, S. 512-514 (Juli 2011)

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Grenzland

oder eine Geschichte des Erwachsenwerdens

Agnes ist intelligent und fleißig, die kleinen Schwestern nerven - auch das ist ganz normal. Die Langeweile, ein seltsames GefĂŒhl stellt sich manchmal ein, etwas woran ich mich selbst sehr gut erinnere, die Phase der TagtrĂ€ume und die langen Blicke aus dem Fenster, anstatt die Vokabeln zu lernen. Agnes beginnt, nachts schlecht zu schlafen, sie versucht diese Wachphasen heimlich mit Fernsehen zu ĂŒberbrĂŒcken. Sie zappt sich wahllos durch die Programme und wĂ€hlt blind den Kanal 87 der eigentlich unprogrammiert ist. In dieser einen Nacht ist es anders.

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Kiss, Endre
125 |

Die Philosophie der Krise

Ein Beitrag zu einer Theorie der Globalisierung

Die Momente der Staatsverschuldung und der Weltwirtschaftskrise aktualisieren gleicherweise die Problematik des modernen Staates. [...] Diese ganze Problematik ist in der Tat eine historische. Zu ihrer VergegenwÀrtigung ist eine Portion historischen Denkens unerlÀsslich notwendig.

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Rainer, Ulrike
124 |

The Underground Railroad

Der Weg in die Freiheit

Vergessen wir nicht, dass sich damals die Feder mĂ€chtiger als das Schwert erwies. 1852 wurden innerhalb eines Jahres in Amerika dreihunderttausend Exemplare von Sklaven verkauft. In England waren es ĂŒber eine Million.

Zehn Jahre spĂ€ter, so sagt die unbestĂ€tigte Überlieferung, soll Abraham Lincoln Harriet Beecher Stowe mit den Worten empfangen haben: “Ist das die kleine Frau, die diesen großen Krieg veranlasst hat?"

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Rainer, Ulrike
123 |

Attentate - Waffen - Meinungsfreiheit

Was gibt’s sonst Neues aus den USA? DĂ©jĂ  vu und wie gehabt

Die Motive fĂŒr die Ermordung von 33 Amerikanern im öffentlichen Amt, einschließlich der vier PrĂ€sidenten, reichen von RivalitĂ€t und politischer Gegnerschaft bis zu den Handlungen Wahnsinniger. Sidney Dorsey, Sheriff in Georgia ließ 2000, nachdem er die Wiederwahl an Derwin Brown verloren hatte, diesen durch seinen Deputy erschießen. PrĂ€sident William McKinley wurde durch eine Kugel aus dem Revolver des Anarchisten Leon Czolgosz getötet. Kongressmitglied Leo Ryan (California) wurde 1978 von Mitgliedern der Sekte “Peoples Temple” auf dem Flugplatz von Jonestown, Guyana, niedergemĂ€ht. Tatsache ist, dass 29 der durch Attentate Umgekommenen erschossen wurden.

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Bontrup, Heinz-J.; Massarrat, Mohssen
122 |

ArbeitszeitverkĂŒrzung und Ausbau der öffentlichen BeschĂ€ftigung jetzt!

Manifest - zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit

Die Thematik des auch an dieser Stelle publizierten Beitrags empfinden wir als wichtig. Denn es muss "KĂŒmmerer" geben, die die Dinge ansprechen und beschreiben, wie sie sind, und die sich einsetzen fĂŒr die Menschen am Rand, die entweder nur eine kleine oder keine Lobby in unserer Gesellschaft haben, zumal die im MANIFEST beschriebenen Probleme unsere Gesellschaft und ihre Verfassung als ganze betreffen.

Wenn dies dazu beitrĂ€gt, die Zukunft der Gesellschaft in eine gerechtere Richtung zu gestalten, dann kann dies nicht falsch sein. Die hier angesprochenen Themen gehören ebenso auf die politische Agenda und sind mindestens ebenso dringlich wie die Debatten ĂŒber die erforderliche Energiewende oder ĂŒber den Klimaschutz.

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Dörwald, Uwe
121 |

Alternativlos bleibt die Kritik

Zum Memorandum 2001

Alternativlos hieß das Unwort des Jahres 2010. Folgt man dem Germanisten H.D. Schlosser bedeutet alternativlos: „es lohnt sich nicht mehr, darĂŒber zu reden. Das ist in der Politik gefĂ€hrlich.“

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu sehen, dass es „in den Unternehmen und Verwaltungen immer weniger Mitbestimmung gibt. Autokratische und paternalistische FĂŒhrungsstile sind an der Tagesordnung.“ Solange sich an diesen VerhĂ€ltnissen und an der Tendenz zu einer Re-Feudalisierung der Gesellschaft (Stichworte sind hier: Lobbyismus, Korruption und Vetternwirtschaft) nichts Ă€ndert oder bewegt,  solange wird die Wirtschaft mit ihrer Ideologie des Neoliberalismus der Politik erfolgreich Vorgaben machen.

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Der sĂŒsse Brei

oder: Der Fluch der Endlosschleife

SĂŒĂŸer Hirsebrei, wie in dem bekannten Grimmschen MĂ€rchen, ist heute wohl kaum noch das Lebensmittel der Wahl, und man muss kein Gourmet sein, um bei Hirsebrei das Gesicht zu verziehen. Aber trotz allem sind wir heute mehr denn je von sĂŒĂŸem Brei umgeben, von einem medialen klebrigen Einheitsbrei, der sich ausbreitet, als sei der Ausschalteknopf abhanden gekommen. In unserer Berieselungswelt rollt der sĂŒĂŸe Konsumbrei auf allen KanĂ€len ĂŒber uns hinweg, um uns herum und droht, uns zu ersticken. Die FĂŒlle und Dicke und ZuckerwattensĂŒĂŸe droht jeden kritischen Geist frĂŒher oder spĂ€ter zu verkleben. Der Unterschied zum MĂ€rchen allerdings besteht darin, dass es nicht zu schaffen ist, sich durch den Brei hindurchzulesen, ...

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Den Dunklen zu hell - den Hellen zu spanisch

Wie es ist, wenn man die "falsche" Hautfarbe hat

Eines Nachts machen sich die Freunde auf den Weg und trampen nach Wisconsin, 1000 Meilen von New York entfernt. FĂŒr die zwei New Yorker scheint sich eine neue Welt aufzutun. Hier gibt es BĂ€ume und Vögel und Sterne, die man nachts ganz wahnsinnig hell leuchten sehen kann. Es ist eine Ruhe und ein komplett anderes Dasein, es ist kaum begreiflich, dass diese andere Welt nur 1000 Meilen von New York entfernt existiert. Die Sorgen fallen von Rico langsam ab.

Ein Jahr bleibt er bei Gilberto auf der Hippiefarm, der Preis ist hart, denn neben einem Job als Nachttankwart ist er es, der die Plumsklos der Farm reinigen muss.

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Kiss, Endre
108 |

Neoliberalismus und Postmoderne

Die Symmetrie von Neopositivismus/Neoliberalismus und Postmoderne als Herausforderung fĂŒr neue AnsĂ€tze in der Wissenssoziologie

Was aber in der Allgemeinheit noch problemlos ausschauen kann, erweist sich auf der Ebene der Einzelheiten, aber auch auf derselben des methodischen Vergleichens als problematisch, wenn nicht gerade als extrem. In der ganzen philosophischen Tradition lassen sich nÀmlich diese beiden symmetrischen Neuregelungen als PhÀnomen in dieser Form nicht ausweisen. Diese an die klassischen Ideologien erinnernde Suggestion der einzig richtigen Verfahrensweise, der Wille, die eigene Begriffskonstitution nicht in der Richtung der möglichen kommunikativen Diskursbildung voranzutreiben, vielmehr jegliche andere mögliche Begriffskonstitution zu marginalisieren, wenn eben nicht intellektuell zu kriminalisieren, kann in der gesamten philosophischen Tradition...

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Dörwald, Uwe
106 |

Love it, change it or leave it!

Veraltete Strukturen und verstaubte Systeme

In manchen Verwaltungsstrukturen sind demokratische VerhĂ€ltnisse sowie innovative Konzepte der MitarbeiterfĂŒhrung, in denen der Mitarbeiter als Erwachsener mit eigenen Zielen und Ideen geachtet wird, weder angekommen noch erwĂŒnscht. Offenheit und ModernitĂ€t stehen hier nur in ImagebroschĂŒren. Insbesondere die junge Generation, die man gerne (be-)halten und an die strukturschwachen und durch die demographische Entwicklung bedrohten Regionen binden möchte, und gut ausgebildete FachkrĂ€fte kehren diesen Regionen, die langweilig, nicht innovativ und unterschwellig intolerant sind, den RĂŒcken, sobald sich eine passende Gelegenheit bietet.

Eine schöne Landschaft und das Eigenheim im GrĂŒnen reichen eben als alleinige Bindung fĂŒr innovative und...

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Paech, Niko
105 |

Produkte und Technik in einer Postwachstumsökonomie

Ideen fĂŒr nachhaltige Entwicklungs, Produktions- und Nutzungsstrategien

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es nicht gelingen kann, ökonomische Wertschöpfung systematisch von ökologischen SchĂ€den und materiellen RessourcenverbrĂ€uchen zu entkoppeln (vgl. Paech 2009a, 2010). Als einzige Alternative verbleibt daher eine „Postwachstumsökonomie“ (Paech 2009).

schwarz-auf-weiss dankt Niko Paech und Werner Zentner vom BdWi-Verlag (www.bdwi.de) fĂŒr die Überlassung des Textes.

Bibliografischer Hinweis: BdWi-Studienheft 7: BdWi, fzs, GEW, ÖH, NatWiss (Hg.): Wege und Irrwege in die Wissensgesellschaft. Forschungspolitik zwischen Standortsicherung und gesellschaftlicher Verantwortung, Marburg 2011

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Alt, Franz
103 |

Die erneuerbaren Energien brauchen Vorfahrt und Mutmacher 3

Arbeitgeber Umwelt

Franz ALT stellt schwarz-auf-weiss dankenswerter Weise drei lesenswerte BeitrĂ€ge zur VerfĂŒgung, die sich mit der Zukunft der erneuerbaren Energien und der Notwendigkeit einer Energiewende befassen. Diese Wende kann nur dann gelingen, wenn alte und verkrustete Strukturen (und politische Allianzen mit den großen Stromversorgern) aufgebrochen werden.

Wie der im Herbst 2010 verstorbene SPD-Politiker Hermann SCHEER, der ein mutiger Streiter und VorkĂ€mpfer fĂŒr die erneuerbaren Energien war und der das ĂŒberaus lesenswerte Buch "Der energethische Imperativ" geschrieben hat, ergreift auch der Jounalist Franz ALT in seinem Buch "Gute GeschĂ€fte" Partei fĂŒr den Ausbau der erneuerbaren Energien und fĂŒr eine öko-soziale Marktwirtschaft.

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Alt, Franz
101 |

Die erneuerbaren Energien brauchen Vorfahrt und Mutmacher 2

Die Stadt von Morgen

Franz ALT stellt schwarz-auf-weiss dankenswerter Weise drei lesenswerte BeitrĂ€ge zur VerfĂŒgung, die sich mit der Zukunft der erneuerbaren Energien und der Notwendigkeit einer Energiewende befassen. Diese Wende kann nur dann gelingen, wenn alte und verkrustete Strukturen (und politische Allianzen mit den großen Stromversorgern) aufgebrochen werden.

Wie der im Herbst 2010 verstorbene SPD-Politiker Hermann SCHEER, der ein mutiger Streiter und VorkĂ€mpfer fĂŒr die erneuerbaren Energien war und der das ĂŒberaus lesenswerte Buch "Der energethische Imperativ" geschrieben hat, ergreift auch der Jounalist Franz ALT in seinem Buch "Gute GeschĂ€fte" Partei fĂŒr den Ausbau der erneuerbaren Energien und fĂŒr eine öko-soziale Marktwirtschaft.

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Alt, Franz
100 |

Die erneuerbaren Energien brauchen Vorfahrt und Mutmacher 1

So ist unsere Erde zu retten

Franz ALT stellt schwarz-auf-weiss dankenswerter Weise drei lesenswerte BeitrĂ€ge zur VerfĂŒgung, die sich mit der Zukunft der erneuerbaren Energien und der Notwendigkeit einer Energiewende befassen. Diese Wende kann nur dann gelingen, wenn alte und verkrustete Strukturen (und politische Allianzen mit den großen Stromversorgern) aufgebrochen werden.

Wie der im Herbst 2010 verstorbene SPD-Politiker Hermann SCHEER, der ein mutiger Streiter und VorkĂ€mpfer fĂŒr die erneuerbaren Energien war und der das ĂŒberaus lesenswerte Buch "Der energethische Imperativ" geschrieben hat, ergreift auch der Jounalist Franz Alt in seinem Buch "Gute GeschĂ€fte" Partei fĂŒr den Ausbau der erneuerbaren Energien und fĂŒr eine öko-soziale Marktwirtschaft.

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Dörwald, Uwe
98 |

Die SpÀtzle-Connection

Seilschaften und Gutsherren

"Die moderne Freiheit ist wesentlich Freiheit von der Politik." (H. Ritter)

Baden-WĂŒrttemberg, das „MusterlĂ€ndle“, ist ein schönes Fleckchen Erde unter dem bestirnten Himmel. Hier gibt es wunderbare Landschaften auf der einen Seite und auf der anderen Seite – verteilt ĂŒber das Land – eine große Anzahl mittelstĂ€ndischer Unternehmen, die man mit ihren spezifischen Produkten getrost in die exklusive Riege der WeltmarktfĂŒhrer einordnen kann. Das Land ist geprĂ€gt von fortschrittlichen Unternehmen und weltoffenen Unternehmern, die sich behaupten mĂŒssen und können, wie von Strukturen, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen, die aber nicht mehr in die heutige Zeit passen.

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anonym
97 |

Synergieeffekte der Arbeitsmarktpolitik

Wie BildungstrÀger das Personal zum eigenen Klientel machen

Personal beim BildungstrÀger ist (fast) immer befristet angestellt oder direkt nach Auftragslage unverbindlich auf Honorarbasis beschÀftigt.

BildungstrĂ€gerpersonal erhĂ€lt auf diese Weise und bei bildungstrĂ€gerkonformer FĂŒhrung alle paar Monate neue ArbeitsvertrĂ€ge, sofern es neue AuftrĂ€ge gibt. (Gibt es diese nicht, muss sich der Arbeitnehmer beim Konkurrenz-BildungstrĂ€ger bewerben, denn irgendein BildungstrĂ€ger hat die AuftrĂ€ge erhalten). Dies hat fĂŒr BildungstrĂ€ger den Vorteil, Arbeitnehmer sehr schnell freisetzen zu können, wenn er weniger Personal benötigt, weil er vielleicht die eine oder andere Ausschreibung nicht gewonnen hat. FĂŒr den Arbeitnehmer hat es erhebliche Nachteile, nicht nur privat - keine Planungssicherheit, keine...

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Dörwald, Uwe
95 |

Philosophie ist kritisches und lebendiges Denken

Über Freiheit, Kritik u. Denken

"... aber der Mensch, der nicht denken gelernt hat, der aus den kurzen, den ĂŒblichen Verbindungen des Vorstellens nicht herauskommt, fĂ€llt ins ewig Gestrige. Er wiederholt, was andere wiederholt haben, er treibt im GĂ€nsemarsch der Phrase. ..."

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Kiss, Endre
94 |

Politik in Ungarn

Postsozialistische Politik als Narrativum in Ungarn

Der Abstand zwischen Politik bzw. politischer Klasse und Lebenswelt vergrĂ¶ĂŸert sich zunehmend. DafĂŒr sind viele GrĂŒnde verantwortlich: Lobbyismus, das Bestreben der politischen Klasse ihre Macht zu erhalten, ein Mangel an Transparenz von Entscheidungen, ein Mangel an Mut Entscheidungen zu treffen u.v.a.m. Endre Kiss beschreibt und analysiert in seiner kleinen Studie die (politischen) Strukturen Ungarns in der jĂŒngsten Vergangenheit.

 

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Rainer, Ulrike
92 |

Hiob

Und die Morgensterne brachen aus im Lied, und die Engel jauchzten vor Freude

Unter der schönsten Lyrik in der Literatur, die ich kenne, ist die Stimme Jahwes, die Hiobs Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz unbeantwortet lĂ€sst und bloß Fragen gegen Fragen stellt.

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