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Jahn, Dirk
210 |

Augenöffner "Film"

Das unterschÀtzte Medium und seine didaktischen Möglichkeiten

Filme ermöglichen Ă€sthetische Erfahrungen. Sie regen auf geradezu unerhört emotionale Weise zur Reflexion an. Darin liegt ihr didaktisches Potential: Augenöffner Film. Leider fristet der Filmeinsatz an Schulen eher ein Schattendasein. Gerade jedoch im Wirtschaftsbereich gibt es aber eine Vielzahl an Spielfilmen, die sich hervorragend fĂŒr die Förderung verschiedener Kompetenzen eignen. Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Unfairer Handel, Globalisierung oder Schattenseiten des Wettbewerbs werden im Film auf eindringliche Weise verarbeitet und vielschichtig aufbereitet.

In diesem Aufsatz wird deshalb der Versuch unternommen, die didaktischen Potentiale des Spielfilms fĂŒr die Lehre herauszuschĂ€len und praktische Empfehlungen fĂŒr den...

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PrÀtz, Kathrin
208 |

Schnelle Medizinische Hilfe

- das einheitliche System der mobilen medizinischen Soforthilfe in der ehemaligen DDR und die Umstrukturierung des Rettungsdienst der neuen BundeslÀnder

 

Mit der Facharbeit "Schnelle Medizinische Hilfe" eröffnen wir unsere neue Rubrik E-Books. Bei der vorliegenden Arbeit von Kathrin PrĂ€tz handelt es sich um eine RaritĂ€t, die wir exklusiv auf schwarz-auf-weiss publizieren. Wir wollen die Arbeit aber nicht nur einer am Thema interessierten (Fach)-Leserschaft zu einem fairen Preis zur VerfĂŒgung stellen.

Die Arbeit ĂŒber "Schnelle Medizinische Hilfe" soll einen Überblick ĂŒber die Herausbildung und Entwicklung der Notfallmedizin in ihren engen Wechselbeziehungen zu den jeweiligen gesellschaftlichen Strukturen schaffen. Im Mittelpunkt der Darstellungen steht die Entwicklung der Notfallmedizin in der damaligen DDR und, nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, in den neuen BundeslĂ€ndern....

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Kelly, Steven
207 |

Der Kaiserstuhl - auf Vulkan gebaut

Baden mit Schutzschicht

Guter Wein und gutes Essen gehören zusammen!

Der bekannte Sommelier Steven W. Kelly hat ein paar gute Empfehlungen - gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten.

Viel Gestein, ein bisschen Löss und Lehm sowie reichlich Burgundersorten. Am Kaiserstuhl entstehen Weine mit außergewöhnlichem Charakter!

Dass der Kaiserstuhl etwas Besonderes ist, sieht man schon von Weitem. Das Bergmassiv erhebt sich aus der Badischen Flachheit. Wer sich mit der Entstehungsgeschichte und der Geographie auseinandersetzt ist vom Gebirgszug schon vor der Ankunft begeistert. Der Kaiserstuhl ist ein dem Erdzeitalter des TertiÀrs entsprungener, erloschener Vulkan. Die Jahresdurchschnittstemperaturen sind hoch. Und die hohe Vielfalt an Orchideen ist mit mehr als 30 Arten...

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Hoppe, Felicitas
205 |

BÜCHNER-PREIS-REDE 2012

Ende Oktober 2012 wurde der Schriftstellerin Felicitas Hoppe in Darmstadt von der Deutschen Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung im Rahmen eines Festaktes der Georg-BĂŒchner-Preis2012 verliehen.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin bringen wir die Dankrede von Felicitas Hoppe.

Gleichzeitig möchten wir es nicht versĂ€umen darauf hinzuweisen, dass der Fischer-Verlag anlĂ€ĂŸlich der Preisverleihung einen Band herausgebracht hat, der neben der Preisrede auch die wunderbare Laudatio von Hubert Spiegel (FAZ) enthĂ€lt.

Die Redaktion von schwarz-auf-weiss gratuliert der PreistrÀgerin herzlich.

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Wolf, Hubertus
204 |

Neue Ökonomie: Ökonologisch

Die Geschichte von der tieferen Natur des Homo oeconomicus und schneller VerÀnderung

Nachhaltigkeit ist die Herausforderung, die Problemseiten der Ökonomisierung durch eine neue Wirtschaftsweise zu ĂŒberwinden, ohne dabei unter Zwang (stĂ€ndig neue Krisen und Überraschungen, Wettbewerb, Gesetze und Auflagen usf.) zu geraten. Sie kann dringlicher kaum sein.

Studien aus den unterschiedlichsten Forschungsbereichen belegen, dass Nicht-Nachhaltigkeit stetig wĂ€chst (u.a. Studien des Max-Plank-Institut, PIK Potsdam, Wuppertal Institut, zu jĂŒngsten Wetterextremen, zu sozialen Dysbalancen, zum Artensterben u.v.m.). Erst kĂŒrzlich erreichte allein der CO2-Ausstoß weltweit neue HöchststĂ€nde. Das Besondere und Dramatische ist, dass alle diese Entwicklungen gleichzeitig stattfinden und sich in ihren Folgen potenzieren.

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GĂ€bler, Bernd
202 |

Hohle Idole

Was Bohlen, Klum und Katzenberger so erfolgreich macht

Manchmal gibt es Sternstunden und man findet im Internet Studien, die einem aus der Seele sprechen. "Hohle Idole" ist eine solche Studie.

Bernd GĂ€bler hat es - unterstĂŒtzt von der Otto-Brenner-Stiftung - in "Hohle Idole" geschafft, das Niveau zu analysieren, auf dem sich die medialen "Marken" bzw. "Labels" Bohlen, Klum und Katzenberger bewegen. Er zeigt, wie in diesen Sendungen Werte wie Egoismus und ĂŒberwunden geglaubter Sexismus propagiert werden und macht deutlich, dass die genannten Show-Master einem ausgeprĂ€gten Narzissmus frönen. Dies wird deutlich an der Art und Weise, wie, auf welchem (auch verletzendem) Niveau, in diesen Sendungen miteinander umgegangen und kommuniziert wird. Der Stil der Sendungen scheint es zu sein, keinen...

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Max-Neef, Manfred
200 |

From Knowledge To Understanding: Navigations And Returns.

- Essay -

Heute veröffentlichen wir den Essay "From Knowledge To Understanding" des deutschstĂ€mmigen chilenischen Ökonomen Manfred Max-Neef. 1983 erhielt der Autor, der bis 2003 aktives Mitglied im Clube of Rome war, den Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis).

Um grenzenloses Wachstum in die Richtung einer nachhaltigen Ökonomie zu lenken, ist neben einem anderen Umgang mit uns und der Welt auch eine andere Sprache nötig "A new language that opens the door of understanding; that is, not a language of power and domination ..."

Max-Neef ist kein realitĂ€tsferner TrĂ€umer, sondern ein Pragmatiker und er "will im Chor der Alternativen eine Stimme sein. Er ist eine störrische und stark tönende." Eine Stimme, die Bedeutung hat.

 

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Kiss, Endre
180 |

Traktat ĂŒber die Sozialphilosophie des postsozialistischen Systemwechsels

Ein Weg zum Nachdenken

Der vorliegende Text des ungarischen Philosophen Endre Kiss ist zwar etwas Àlter, aber keineswegs veraltet!

Der Text macht auch heute noch deutlich, dass "eine Demokratie gegenĂŒber dem realen Sozialismus ein welthistorischer Sieg ist, eine am Mangel am Konsensus in die Krise geratende Demokratie im postsozialistischen Raum ist aber eine welthistorische Niederlage."

 

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Kelly, Steven
179 |

Geheimnisse und Alltag eines Sommeliers

Eine EinfĂŒhrung

Degustation ist ein Komplex mehrerer Phasen. Die SinneseindrĂŒcke werden zeitlich gestaffelt.

Und: Die unverrĂŒckbare Grundreihenfolge ist: AUGE - NASE – GAUMEN!

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Dörwald, Uwe
177 |

Einbaum und Schreibtisch

KulturĂŒberschreitende Philosophie als Spiegel und Erkenntnis von Gesellschaften und Kulturen

Es gibt Autoren deren BĂŒcher einen Leser ein Leben lang begleiten. Zu diesen Autoren gehört fĂŒr mich die Philosophin Karen Gloy. Ihr neues Buch „KulturĂŒberschreitende Philosophie“, wie auch die Forschungsreisen, die zum Buch gefĂŒhrt haben, ist geprĂ€gt durch die wissenschaftlichen Tugenden Neugierde und Forschergeist und wird ergĂ€nzt durch eine gute Portion Abenteuerlust, wie die Autorin selber in einem der Filme sagt, die dem Buch als DVD beigelegt sind.

Karen Gloy richtet ihren nach Erkenntnis suchenden und forschenden Blick auf weitgehend unbekannte Kulturen, indigene Völker und Ethnien und öffnet damit gleichzeitig unseren Blick auf die Welt und damit quasi nebenbei und als RĂŒckkopplung den Blick auf unsere eigene Kultur, Zivilisation...

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Rainer, Ulrike
176 |

Wahlkampf und Alltag in den USA

Zwischen den Nominierungskonventen und der PrÀsidentschaftswahl in den USA

Was machen die BĂŒrger nach dem Kaspertheater der offiziellen Nominierungen und vor der endgĂŒltigen Entscheidung? Sie gehen ihre gewohnten Wege, denn all das Drumherum bedeutet letzten Endes wenig.

Die Delegierten verleihen der Veranstaltung den Schein und LĂ€rm, als ob etwas Wichtiges im Gange wĂ€re, aber der Einfluß auf die Wahl ist gleich Null.

Seit bekannt ist, daß die Politiker in Washington 27% ihrer Zeit damit verbringen einander zu beschimpfen, wundert es wenig, dass die WĂ€hler nicht immer begeistert zur Urne stĂŒrmen. Die Beteiligung derer, die eine Stimme abgeben können, ist fĂŒr eine Demokratie nicht optimal.

 

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Egert, Andreas
175 |

Schopenhauer: Aphoristiker oder Moralist?

Philosophieren wider den Mainstream

Schopenhauer, der sich selbst einmal als "Kaspar Hauser" der Philosophie charakterisierte und der zuweilen den Teufel an der Wand sehr schwarz malte, wo es ein gutes Grau auch getan hĂ€tte, setzt auch heute noch philosophische MaßstĂ€be.

Schopenhauer ist, - fast ist man geneigt zu sagen: wie alle guten Philosophen -, ein unbequemer Querdenker, der sich mutig der herrschenden Meinung, dem "Mainstream" widersetzt.

Seine Philosophie eignet sich bestens zu einer Grundschule des Denkens, wie unser Autor zeigt!

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Kiss, Endre
174 |

Über die Gegenwart der Globalisierung

Angst, Theorie der Demokratie und die Methodologie der Theoriebildung

Globalisierung und Neoliberalismus haben unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verÀndert. Die Transformationen der Gesellschaft haben u.a. eine Abwertung des Politischen zur Folge, was gleichzeitig eine Abwertung des Sozialen bedeutet(e).

Auch das Denken (und Urteilen) hat sich strukturell geĂ€ndert. Ein Zeichen hierfĂŒr ist das Aufkommen des dezisiven und des reaktiven Denkens. Besonders das dezisive Denken und mit ihm auch das politische Handeln, das Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen und in vielen FĂ€llen nicht mehr (nachvollziehbar) begrĂŒndet, sondern zunehmend einfach (und natĂŒrlich formal demokratisch legitimiert) setzt und mitteilt, scheint ein Symptom unserer Gegenwart zu sein.

Insofern ist es "nicht...

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Schulte, Christoph
173 |

Ungarns traurige Denker

Pessimismus ist allgegenwĂ€rtig. Über die ZusammenhĂ€nge zwischen kultureller und politischer Situation.

Seit OrbĂĄns Amtsantritt hat sich einiges im politischen GefĂŒge Ungarns geĂ€ndert. Dies zeigt sich insbesondere in dem restriktiven Mediengesetz, das Ende 2010 beschlossen wurde. Die staatliche Kontrolle von Presse, Fernsehen, Internet und Hörfunk ist an der Tagesordnung und die Grundprinzipien der Pressearbeit, etwa Redaktionsgeheimnis und Informantenschutz, wurden abgeschafft.

Wie die ungarischen Intellektuellen mit diesen Restriktionen umgehen, wie sie die nationale Politik OrbĂĄns reflektieren, zeigt der lesenswerte Beitrag "Ungarns traurige Denker" von Christoph Schulte.

Es tut einer Gesellschaft nicht gut, wenn Freiheitsrechte beschnitten werden und es ist mehr als bedenklich, wenn in "Ungarns neuem Grundgesetz ein bedeutender...

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Ein Schlag ins Wasser

Geschichte schreiben in London bei Olympia

Geschichte schreiben gehört sicherlich zu einer der wichtigsten SekundÀrdisziplinen der olympischen Spiele in London 2012.

Angefangen bei den immer aufwendigeren Eröffnungsfeiern, ĂŒber die Neubauten, die sich an den SportstĂ€tten finden lassen, auch wenn sie MĂ€ngel aufweisen, wie die große Schwimmhalle, in der sich die Besucher gegenseitig nicht sehen können. Warum machte einer der vielen Moderatoren daraus eine Bemerkung, schließlich will man ja die Sportler sehen, aber egal.

Geschichte schreiben ja auch gerade die deutschen (Becken-) Schwimmer einschließlich der Nachberichterstattung. Die erste große Kerndisziplin der Spiele ist jetzt endlich geschafft, vom kĂŒhlen Nass wird der Blick nun mehr auf die Leichtathleten gelenkt. Doch das...

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Was die Welt zusammenhÀlt

ist dieser Tage das Großereignis in London, genau, es sind die olympischen Spiele!

Und auch fĂŒr am Sport Uninteressierte, wie ich es bin, ist doch genug visueller Stoff dabei. So setze ich mich also hier und da dazu, wenn ein sportbegeisterter Mensch aufmerksam und gespannt der ununterbrochenen Dauerberichterstattung beiwohnt. Falls etwas verpasst wurde, ist ja auch alles im Netz nachlesbar und anschaubar. Gesegnet sei die 24/7 Berichterstattung!

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Rainer, Ulrike
170 |

Was ist los mit Arizona?

Die Heuchelei der Republikaner

Wie vorauszusehen war, hat Mitt Romney die republikanische Nomination gewonnen. Der bis ins LĂ€cherliche sich hinziehende Zirkus der “Vorwahlen” ist vorbei. Ein Zeichen, dass es so lange dauerte, bis sich der Gewinner herausstellte, ist, dass man mit diesem Kandidaten nicht so recht glĂŒcklich war. Ihm fehlt es an ausgeprĂ€gter Persönlichkeit, und zur Zeit hĂ€ngt er sein FĂ€hnchen nach dem ĂŒbelsten Wind:

“Es ist unmöglich, wenn ich es so sagen darf, den moralischen Schaden zu berechnen, den geistiges LĂŒgen in der Gesellschaft mit sich bringt. Wenn ein Mensch die Keuschheit seines Geistes so weit korrumpiert und prostituiert hat, daß er seinen bekundeten Glauben an Dinge unterzeichnet, an die er nicht glaubt, hat er sich darauf vorbereitet,...

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Dörwald, Uwe
169 |

Angst, LĂŒge und kommunikative Verzerrung

Mobbing hat strukturelle GrĂŒnde

Angst, LĂŒge und schlechtes Management, - auch neurotische, cholerische und psychopathische Chefs -, sind die Zutaten, die Mobbing in Unternehmen gedeihen lassen.

Die Grenze des Ertragbaren ist dabei eine höchst individuelle, etwas, was auf die betroffene Person verweist, die durch Mobbing gebrochen wird und allzu oft dauerhaft erkrankt. Meist fĂŒhlen sich die Betroffenen (mit)schuldig, wenn es zum Verlust des Arbeitsplatzes kommt.

Was aber weniger im Fokus der Diskussion ist, sind die strukturellen und die institutionellen Ursachen, die Mobbing begĂŒnstigen.

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Woynowski, Boris
166 |

Nachhaltigkeit und Suffizienz statt Wachstum um jeden Preis

QualitÀt statt QuantitÀt - Weniger kann Mehr sein

An dieser Stelle möchten wir das von Boris Woynowski u.a. herausgegebene Buch "Wirtschaft ohne Wachstum?! - Notwendigkeit einer Wachstumswende" empfehlen.

Es geht darauf ein, dass es neben dem Dreiklang Wirtschaft-Wachstum-Wohlstand noch einen anderen Dreiklang aus ökologischen, sozialen und ökonomischen Problemfeldern in unserer Gesellschaft gibt, nĂ€mlich den Dreiklang Klimawandel-Hartz IV-Finanzkrise. Das Buch versammelt namhafte und kompetente Wissenschaftler wie z.B. Nico Paech, Hans Christoph Binswanger oder Ernst Ulrich v. WeizsĂ€cker, die sich zu den Themen Ă€ußern und nach der Diagnose der gegenwĂ€rtigen Krise auch andere TherapieansĂ€tze als die gĂ€ngigen (an)bieten.

Wichtig an diesem Buch ist, dass Stimmen des Wandels und Change...

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KĂŒhn, Hagen
164 |

Auf dem Weg in die Postdemokratie

Der vorliegende Text - "Auf dem Weg in die Postdemokratie" - des Soziologen Hagen KĂŒhn, den wir mit freundlicher Genehmigung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und des Autors ĂŒbernehmen durften, zeigt auf gut recherchierte Weise, wohin sich unsere demokratische Gesellschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten entwickelt hat und welcher Weg ihr - vermeintlich "alternativlos" - noch bevor steht. Elemente der Postdemokratie, also eine deutliche Tendenz zur Ent-Demokratisierung unserer Gesellschaft, werden deutlich.

Der Text stellt heraus, dass und wie Politik ihre Handlungshoheit an die Ökonomie verloren hat, und er beschreibt, wie es kommen konnte, dass der Gestaltungswille der Politik(er) gegenĂŒber der Wirtschaft und...

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UnmĂŒĂŸig, Barbara
162 |

Kritik der grĂŒnen Ökonomie

Impulse fĂŒr eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft

RIO+20 gerĂ€t fast schon wieder in Vergessenheit. Wirtschaftsthemen bestimmen wieder den politischen und medialen Alltag. Umso wichtiger ist es, an einen Satz von K. Polanyi zu erinnern: "Eine Gesellschaft hat eine Ökonomie, sie ist  jedoch keine Ökonomie." (S.42)

Dieser Satz erinnert auch daran, dass man nicht ĂŒber "gesellschaftlichen Wohlstand sprechen kann, wenn die Ungleichheit fortlaufend zunimmt und der Reichtum der Einen durch die Armut der Vielen erkauft wird." (S.43) Dies ist alles andere als nachhaltig. Wenn man Nachhaltigkeit will und wenn man Wohlstand in Vielfalt will, dann muss man nachdenken ĂŒber neue Gesellschaftsmodelle oder ĂŒber das, was eine (gerechte) Gesellschaft in Zukunft ausmachen soll. Ohne eine Diskussion des...

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Ein Spielball der Interessen

Der FĂŒrst von morgen oder Ein Leben zwischen herrschen und beherrscht werden

John Christopher legte bereits 1970 den ersten Teil seiner Trilogie „Der FĂŒrst von morgen“ vor. Die drei Teile mit den Titeln „Der FĂŒrst von morgen“, „Hinter dem brennenden Land“ und „Das Schwert der Geister“ passen gut in die Landschaft der Fantasy- oder Abenteuertrilogien, die in Deutschland um das Jahr 2000 mit der Verfilmung von Tolkiens „Herr der Ringe“ geradezu einen Boom erlebt hatten. Zu dieser Zeit feierte „Harry Potter“ seine Erfolge, ebenso wie Cornelia Funkes Tintenherztrilogie, „Eragon“ von Christopher Paolini oder „Der goldene Kompass“ von Philipp Pullman, um hier nur einige wenige Titel und Autoren der Fantasy-Ära zu erwĂ€hnen.

Diese Trilogien waren zu dieser Zeit bei Jugendlichen fast so etwas wie PflichtlektĂŒre. Die BĂŒcher...

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Rainer, Ulrike
158 |

Der Ruhm als Dichter bleibt

Sie schreibt und schreibt ...

Ich mag Verwandlungen. Sie bezeugen mir, dass nichts in Stein gemeißelt ist, und auch die ewige Wiederkehr sich nie im gleichen Kleid prĂ€sentiert. Seltsamerweise ist Virginia Woolfs ĂŒberaus witziger, humorvoller, ironischer Roman, den sie scherzhalber “Biografie” nannte, von all ihren Werken eine Art Stiefkind. Nicht, dass er keine kritische Beachtung gefunden hĂ€tte, aber kaum zu vergleichen mit den Arbeiten ĂŒber, z.B., Mrs. Dalloway oder To the Lighthouse. Teilweise liegt es daran, dass man den Text lange fĂŒr “zu leicht” befunden hatte, als ob der Scherz nicht durchaus tief ernst sein kann. Zum anderen stieß man sich an der Form des Werks, das sich jeder Genrezuschreibung verweigert.

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Egert, Andreas
155 |

Aphorismus und Pointe als Erkenntnisschöpfer

Im folgenden Vortrag geht es um zwei elitĂ€re und widerspenstige Geschwister im Geiste, den Aphorismus und die Pointe, und darum, wie die beiden Kulturtechniken als Gattung und als Stilfigur einen sich gegenseitig befruchtenden Pakt schließen. Ziel dieser kleinen Koalition: Irritieren, ErschĂŒttern, Korrigieren, Provozieren - Einspruch erheben gegen Denkfaulheiten, Vorurteile, Konventionen, Dogmen, DĂŒnkel, Phrasen, Schulweisheiten,vermeintliche Patentrezepte und andere ewige Gewissheiten...

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Hennig, Carsten
154 |

Stille und Freiheit

Wir befinden uns in Neuseeland, dem unscheinbaren Flecken am anderen Ende der Welt. Aotearoa ist der Name Neuseelands in der Sprache der Ureinwohner, der Maori und wird meistens mit „dem Land der langen weißen Wolke“ ĂŒbersetzt. Ich persönlich finde diese Übersetzung ziemlich treffend, denn Wolken haben schon des Öfteren eine besondere Rolle wĂ€hrend meines Aufenthaltes gespielt,...

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Das Psychogramm einer DoppelidentitÀt

Ein sprachgewaltiger Tabubruch

Der Abstand zur Geschichte und die Erkenntnisse der Psychologie, die uns menschliches Verhalten immer differenzierter zu erklĂ€ren versucht, macht "Der Nazi und der Friseur" von Edgar Hilsenrath zu einem Buch ĂŒber eine gelingende VerdrĂ€ngung und die LebenslĂŒge, die der Selbsterhaltung dient, um zu verhindern, dass man an sich selbst zerbricht.

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Moor, Imagination, MĂ€rchen und Aberglaube

Die Faszination am Gruseln bei gut erzĂ€hlten Geschichten – wer kennt sie nicht...

Schon der Untertitel von „Haus hinter Mitternacht“ verweist auf das Element des ErzĂ€hlens, welches hier eine besondere Rolle spielt. Ebenso ist die AtmosphĂ€re, in der erzĂ€hlt oder vorgelesen wird, fĂŒr packende Spuk- und Geistergeschichten von großer Bedeutung. Gruselgeschichten leben von ihrem ErzĂ€hler oder Vorleser und von der Fantasie des Zuhörers und eine ideale Fundgrube fĂŒr Gruselgeschichten ist dieses Buch allemal!

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Regnault, Kevin
148 |

Education is a Right

On Tuesday, May 22, approximately 350,000 protesters marched in MontrĂ©al, QuĂ©bec, in defiance of Bill 78, a new provincial law which renders such protests illegal.  Many called this the largest act of civil disobedience in Canada’s history. Four days later, the record was shattered when around 500,000 QuĂ©bĂ©cois from all walks of life took to the streets.  Students have been on strike since February 13, boycotting classes and participating in regular protests.

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Dörwald, Lukas
145 |

"Ich glaube an Gott und an die Orgel"

Die 7000 Pfeifen des Monsieur Grandmaison

Die Orgel und ich: Wir sind wie Batman und Robin.

Der berĂŒhmte Organist Pierre Grandmaison (MontrĂ©al) im GesprĂ€ch mit Lukas Dörwald. Das Interview wurde gefĂŒhrt im besten BĂŒro der Welt.

"Man muss immer ĂŒben und muss sehr diszipliniert sein. Es ist wie bei einem Athleten, wenn du nicht trainierst, kannst du auch an keinem Wettkampf teilnehmen."

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Dörwald, Uwe; Hoppe-Dörwald, Dorothea
144 |

Felicitas Hoppe erhĂ€lt Georg-BĂŒchner-Preis 2012

Wir, die Macher von schwarz-auf-weiss, gratulieren - Felicitas Hoppe - zum Georg-BĂŒchner-Preis 2012.

Wir freuen uns mit der Autorin ĂŒber diesen Preis, der unseres Erachtens eine Auszeichnung ihrer klaren Sprache und ihrer FĂ€higkeit, Geschichten zu erfinden und diese auch formal auf neue und mutige Weise zu erzĂ€hlen ("Hoppe"), ist.

"Hoppe Cuts to the Chase" titelten wir unsere Besprechung zu "Hoppe" - Mit diesem Preis haben "Fly" und Felicitas Hoppe gepunktet – mit Leuchtpuck und Sprache.

Wir sind stolz darauf, dass wir BeitrÀge von Felicitas Hoppe auf unserer Internetseite publizieren konnten.

Was fĂŒr Sportler die Hall of Fame - ist fĂŒr Schriftsteller der Georg-BĂŒchner-Preis.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH - und keep on writing!

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Thielemann, Ulrich
141 |

Der Wettbewerb und die "Effizienz".

Vom ethischen Scheitern des Neoliberalismus

Der Wettbewerb taugt nicht zum Prinzip der guten und gerechten Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine Wirtschaftsethik, die sich ihrer eigenen praktisch-politischen Grenzen bewusst ist und sich folglich auf transzendentale Kritik (Aufzeigen der Verletzung des Moralprinzips) und Werterhellung (statt Wertentscheidung) beschrĂ€nkt, bringt daher die Option einer Begrenzung des Wettbewerbs ins Spiel. Die GrĂŒnde, diese Option praktisch-politisch nicht aus-, sondern einzuschließen, sind vielfĂ€ltig.

Im Zusammenhang mit diesem Beitrag empfehlen wir auch die DENKFABRIK FÜR WIRTSCHAFTSETHIK

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Dörwald, Uwe
139 |

Hoppe Cuts to the Chase

Felicitas Hoppe zieht uns in ein Abenteuer, das Hoppe heißt, vorgibt eine Biographie und ein Roman zu sein, und die Geschichte eines abenteuerlichen Leben ist. - Mit allen Risiken und Nebenwirkungen!

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Dörwald, Uwe
136 |

Ein Meister und seine Form - zu den Essays von Montaigne

Lesen ist (und bleibt) ein Fest des Intellekts

Mit seinem Hauptwerk, den Essais, die 1580 in zwei und 1588 in drei BĂŒchern erschienen, wurde Montaigne zum BegrĂŒnder des Essays als Form. Er behandelt in seinen Essays sehr frei und unter Verwendung der antiken Überlieferung moral- und lebensphilosophische Themen. Sein Hauptthema ist der Mensch und die Frage nach dem richtigen Leben.

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Vorausschauende TrÀume

zu "Emma James und die Zukunft der Schmetterlinge"

Wenn man als MĂ€dchen Emma James heißt, dann muss man schon recht selbstbewusst sein, um bei diesem Doppelnamen gelassen zu bleiben. Aber Emma James bekommt das sehr gut hin, denn schließlich gilt es, in ihrem Leben ganz andere Dinge zu meistern. Beispielsweise das Leben mit einem schwerkranken kleinen Bruder, mit dem sie nie wirklich spielen kann, ...

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Rainer, Ulrike
130 |

Steile Karriere!

Jim Yong Kim, der PrÀsident des renommierten Dartmouth College, wechselt höchstwahrscheinlich zur Weltbank.

Inzwischen weiß es ein Großteil der Welt: der (noch) Dartmouth PrĂ€sident Jim Yong Kim wird höchstwahrscheinlich der nĂ€chste PrĂ€sident der World Bank. Ich, die ich mich eher dem wunderbaren Kinderbuchautor Dr. Seuss,  einem ehemaligen Studenten dieses Colleges nahe fĂŒhle, freue mich, vor allem natĂŒrlich fĂŒr den Mediziner Dr. Kim, aber noch mehr, dass er nun nicht mehr “unser” PrĂ€sident ist. Das hat nichts mit den objektiv gesehen beachtlichen FĂ€higkeiten und Leistungen des Manns zu tun, sondern mit der Tatsache, dass er einen Typus reprĂ€sentiert, der mit humanistischen und kĂŒnstlerischen Anliegen wenig bis nichts am Hut hat, obwohl der Sinn eines Liberal Arts Colleges gerade, auch historisch gesehen, darin besteht, junge Menschen zu...

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Gloy, Karen
128 |

Das VerhÀltnis zwischen Wirtschaftssystem und Lebenswelt

"Meine Aufgabe als Philosophin, als Vor- und Querdenkerin, als jemand, der einen Schritt zurĂŒcktritt und eine Sache als Ganzes zu ĂŒberblicken sucht, ist es, Strukturen freizulegen und ihre Tendenzen aufzuzeigen, zu fragen, woher wir kommen und wohin wir gehen." (Karen Gloy)

Wirtschaft geht uns alle an, weil sie Teil unserer Lebenswelt ist. Wer noch bis vor kurzem glaubte, sich ruhig in seinem Lehnstuhl zurĂŒcklehnen zu können, weil er seinen Arbeitsplatz fĂŒr sicher hielt, weil er seine Rente fĂŒr gesichert wĂ€hnte, weil er vorsorglich  - wie die meisten Deutschen  – ein Sparbuch als RĂŒcklage und Notgroschen angelegt oder in Fonds und Aktien investiert hatte, der sah sich plötzlich durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise  eines...

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Dörwald, Uwe
168 |

Die KomplexitÀt der Wahrnehmung

Über die KomplexitĂ€t der Wahrnehmung und der Welt

Wir nehmen die Welt wahr mit allen unseren Sinnen. Meinen wir. So wie wir unsere Umwelt und Mitwelt wahrnehmen, ist es die richtige und die passende Art und Weise. Meinen wir. Wie eingeschrĂ€nkt und andere WahrnehmungsrealitĂ€ten ausschließend unser (westlicher) Blick auf die Welt ist, wie „die TotalitĂ€t möglicher ĂŒbereinandergeschichteter Wahrnehmungswelten“ aussieht, „statt reduktionistisch allein auf die SachqualitĂ€ten (der Dinge, U.D.) abzuheben“, zeigt Karen Gloy in ihrem Buch >>Wahrnehmungswelten<<. Die inzwischen emeritierte Professorin fĂŒr Philosophie und Geistesgeschichte zeigt damit auch „die Defizite fest eingeschliffener, traditioneller Vorstellungsgewohnheiten“.

Wie alle BĂŒcher von Karen Gloy, - die Philosophie, Germanistik,...

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Rainer, Ulrike
167 |

Happy Birthday, Dr. Seuss

Am 2. MĂ€rz feiert man in den USA den Geburtstag des berĂŒhmten Kinderbuchautors Ted Geisels (1904-1991), alias Dr. SEUSS, auf ganz besondere Weise. Es gibt landesweit Read-Across-America Events. Das bedeutet, dass in Schulen, Bibliotheken und im Fernsehen Kinder und Erwachsene sich dem Lesen widmen.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
163 |

Von einem Luftkutscher, der keine Luftnummer ist

"Wie die Wörter tanzen lernten" ist auch ein ideales Nachschlagewerk

Leicht und nicht als Lehrbuch, sondern verspielt und beglĂŒckt, lĂ€sst uns Harig an seinem Leben mit der Poetik teilhaben. Sprachlich kommt ihm immer wieder ein verschmitztes LĂ€cheln ĂŒber die Lippen. Hier schreibt ein Mann, dessen Handwerk mit Feder und Tinte, mit Bleistift und Leim ausgefĂŒhrt wird. Und mit viel Lesen! FĂŒr Poetikkenner ist dieses Buch sicherlich ein literarischer Leckerbissen. FĂŒr Poetikeinsteiger vielleicht ein Buch, das Lust auf vertiefende LektĂŒre macht. Und fĂŒr SchĂŒler - Dank des hervorragenden Glossars, welches alle Begrifflichkeiten der Poetiklehre erklĂ€rt, vom Alexandriner bis hin zum Vers - ein ideales Nachschlagwerk.

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Dörwald, Uwe
161 |

Hubertus Wolf im Interview

Über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, Strategie und gute UnternehmensfĂŒhrung

In der Tat, der Begriff Nachhaltigkeit ist ein sehr problembehafteter Begriff, ich möchte sagen sehr fiktiv, sehr widersprĂŒchlich, vielfach missbrĂ€uchlich, verlogen und anderes. Die FAZ sprach mal in einem Kommentar zur gescheiterten Klimakonferenz von Kopenhagen von einem „bĂŒrokratischen Wieselwort“. Es ranken sich um diesen vermeintlichen Begriff des Guten und Besseren fĂŒr die Welt („Welt in Balance“) endlose, teils versponnene und idealistische Initiativen. Das ist alles kaum mehr ĂŒberschaubar und eher verwirrend als wegweisend. Und entscheidend: Vom Reden und Appellieren, von immer neuen Kodizes und Ethik-Formeln wird nichts besser. Aber alles das eignet sich enorm gut fĂŒr Augenwischerei.

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Kiss, Endre
159 |

Die Normlosigkeit ist die Norm

Der TOTO-Skandal im Medium von Soziologie und Geschichte.

Das Beispiel einer Korruption vor dem Einbruch der Globalisierung

Auch wenn der hier beschriebene TOTO-Skandal schon einige Zeit zurĂŒckliegt, so zeigt er, wie sich Korruption in einer geschichtlichen Perspektive gewandelt hat.

Dieser Skandal erfolgte in den 1980er Jahren, im historischen Augenblick vor dem Einbruch der Globalisierung. Gerade deshalb zeigen sich auch markante Unterschiede zu den Arten der Sportskandale unserer Tage.

Die heutigen Skandale generieren sich nicht aus dem (negativen) Mangel im alten Sinne, sondern aus dem (positiven) Hunger nach dem großen Geld. Sie sind nicht eingeschĂŒchtert von der Allmacht eines Establishments, sondern sind von dem in ihrer NĂ€he zirkulierenden cash flow fasziniert. Sie wollen nicht eine Stagnation beleben, sondern nehmen auch die Zerstörung von...

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Dörwald, Uwe
157 |

Die Vermessung der fiktiven Welt

Ein ATLAS besser als jedes GPS

Mercator, dessen 500.ten Geburtstag wir in diesem Jahr Anfang MÀrz begehen (können) und dessen Karten und Globen die Welt erschlossen und den Menschen Orientierung gaben, hÀtte an diesem Buch wahrscheinlich seine Freude gehabt.

Im >>Atlas der fiktiven Orte<< begeben sich Werner Nell (Texte) und Steffen Hendel (Illustrationen) auf „eine Entdeckungsreise zu erfundenen SchauplĂ€tzen“ der Weltliteratur. Es sind Orte der Phantasie, die bereist, beschrieben und kartografiert werden. Insgesamt 30 Orte liegen auf der ausgedehnten Reise- und Abenteuerroute der Autoren. Es geht von Atlantis und dem Auenland ĂŒber Entenhausen und Lilliput nach Lummerland, Schilda, ins Schlaraffenland und am Ende, unter dem Buchstaben Z, bis hoch hinauf in die dĂŒnne...

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Dimmers, Jan
156 |

Die Autonomie des Schönheitsempfindens

Über Snobismus und Kitsch

Der Snob hÀlt den Schein aufrecht. Er will der die Hochkultur oder eine Hochkultur vertretenden Gruppe angehören. Er stattet sich deswegen mental aus mit der Statussymbolik dieser Gruppe. Demzufolge imitiert er, bis in alle Einzelheiten, diese Gruppe in ihrem Aufwand des guten Geschmacks: die SchÀtzung der Kunst und den dazu gehörenden Lebensstil. Damit ist eine in sich verflochtene, verwickelte, aber auch sich trotzdem locker und lustig prÀsentierende Dramaturgie der verbalen und nicht verbalen Anstrengung, Aufbietung und Darstellung gemeint. Sie ist die Expression einer imitierten AuthentizitÀt, in der man sich die Kultur des Kunstgenusses in ihrem innersten Zusammenhang zu eigen gemacht hat. Der Snob verbringt damit eine glÀnzende, aber...

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