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Dörwald, Uwe
187 |

Digitalien wird ĂŒberbewertet

Besprechung zu Valentin Groebner: Wissenschaftssprache digital.

"... diejenigen, die frei sind, reden nicht davon. Die machen einfach ihr Zeug."

Mit diesem Statement endet das Buch von Valentin Groebner, der sich als Historiker und damit aus einer Langzeitperspektive mit dem Nachteil und Nutzen der digitalen InformationskanÀle befasst. Dabei wirft er immer auch einen Blick auf das Verhalten der Nutzer und auf den Weg der Informationsgewinnung im Netz.

Und er zeigt, dass die Minimierung der Informationsgewinnungskosten durch den Gebrauch der digitalen InformationskanÀle ein nicht eingelöstes Versprechen einer neuen Technologie ist.

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Rainer, Ulrike
186 |

Life in the United States - 8

Connecticut - der erfinderische Staat

Vielleicht ist es das extrem launische Wetter, das fĂŒr den sprichwörtlichen Erfindergeist der Connecticut Yankees verantwortlich ist, wie schon Mark Twain feststellte.

Wir haben es auf alle FĂ€lle mit einem Staat zu tun, in dem ein gutes Klima fĂŒr Erfinder zu herrschen scheint. ErwĂ€hnt seien Goodyear (Reifen), William Gray (MĂŒnztelefon) oder die Herren Smithand Wesson.

Connecticut ist ein Staat, der gut am Flugzeug-, Hubschrauber und U-Boot verdient(e).

Und im Bildungssektor ist die YALE UNIVERSITY in New Haven eine Art Leuchtturm.

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Dimmers, Jan
185 |

Auf der Suche nach der verlorenen Unschuld

Über DER FALL von Albert Camus

"Als Mitarbeiter aus den Niederlanden schreibe ich jetzt ĂŒber DER FALL von Albert Camus. Der Grund dafĂŒr ist, dass das Buch in Amsterdam spielt. Ich wohne dort seit 42 Jahren. Im Buch wird Amsterdam mit Dantes Hölle verglichen. Höchste Zeit also fĂŒr eine Auseinandersetzung. - Die beste Gelegenheit dazu ist der 10.te Geburtstag von schwarz-auf-weiss"

Mit diesen Worten beginnt Jan Dimmers seinen Essay zu Camus, aus dem wir neben anderen Erkenntnissen auch die entnehmen, dass ein Wachloder ein Lichtblick in der DĂŒsternis des Lebens sein kann und dass man in der Kneipe anders redet als im Auditorium.

Texte sind also nicht nur fĂŒr (altkluge) Literaturkritiker, sondern in erster Linie fĂŒr Leser da.

 

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
184 |

WEIT VOM STAMM

Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind

In WEIT VOM STAMM befasst sich Solomon in zehn Kapiteln ausfĂŒhrlich mit zehn unterschiedlichen Formen der Andersartigkeit von Kindern und damit, wie Familien mit dieser zurecht kommen.

Gehörlosigkeit, Kleinwuchs, Down-Syndrom, Autismus, Schizophrenie, Behinderung, Wunderkinder, Vergewaltigung, KriminalitÀt und Transgender sind die PhÀnomene, die eingehend und in ihrer Vielfalt beschrieben werden.

Durch die genauen und offenen Berichte werden die Behinderungen erlebbar und machen uns, als Leser, bescheidener, scheint doch ein gesundes Leben plötzlich Ă€ußerst leicht.

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Hoppe, Felicitas
183 |

Vergissmeinnicht

Vom Bleiben und Verschwinden im digitalen Zeitalter

„Ich bin dann mal weg!“ Davon trĂ€umt im Sommer kurzfristig jeder. Aber auch der Sommer hĂ€lt lĂ€ngst nicht mehr, was er verspricht. Sommerpause, Sommerfrische, SommerhĂ€user und SommergĂ€ste – das alles ist, falls es jemals mehr war, inzwischen schöne Literatur geworden. Dort allerdings, in der Nische des Schönen, haben die alten Phantasien vom guten bĂŒrgerlichen Leben nach wie vor Hochkonjunktur.

Denn sie beflĂŒgeln unseren Wunsch nach dem richtigen Dasein, unsere Vorstellung von Freiheit und Atemholen, von Eigenleben und PrivatsphĂ€re, unseren Glauben daran, es wĂ€re noch möglich, einfach die LĂ€den herunterzulassen, sich aus dem Staub zu machen, um ans Meer, in die Berge, ins Umland zu verschwinden. Endlich ungestört sein, kurzfristig fĂŒr...

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Rainer, Ulrike
182 |

Life in the United States - 7

Imperium des SĂŒdens: Georgia

In der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart versuchte man mit ziemlichem Erfolg, den Staat, in dem die Landwirtschaft vorherrschte, zu modernisieren. Die HĂ€fen Savannah und Brunswick wurden erneuert.  MilitĂ€rstĂŒtzpunkte sind gut fĂŒr das GeschĂ€ft. Der 1980 fertiggestellte William B. Hartsfield Internationale Flughafen  und das World Congress Center locken Menschen aus aller Welt an. Billige Immobilien und niedrige Steuern taten das ihre. Atlanta wurde zur Metropole fĂŒr Versicherungen, Makler und Banken. 1996 war die Stadt stolzer Gastgeber der Olympischen Sommerspiele.

2008 gingen die 16 WahlmĂ€nner an John McCain und 2012 an Mitt Romney. FĂŒr einen schwarzen PrĂ€sidenten reichte es eben doch noch nicht.

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Hoppe, Felicitas
181 |

The German Tragic

Über RattenfĂ€nger, Helden und Heilige

Am 13.03.2014 hielt Felicitas HOPPE am GOETHE-INSTITUT in BOSTON die Keynote Address zum Auftakt der Konferenz "Tragedy and the Tragic in German Literature, Art, and Thought."

Das Buch 'The German Tragic' erscheint voraussichtlich im Herbst 2014 bei CANDEM HOUSE. Herausgeber des Buches sind Steven Dowden und Thomas Quinn.

Der hier publizierte deutsche Text der KEYNOTE ADDRESS von Felicitas HOPPE erscheint im Buch in der englischen Übersetzung von Steven Dowden.

Was die BĂŒchner-PreistrĂ€gerin 2012 zum Tragischen zu sagen hat, lesen Sie jetzt bei uns.

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Schulte, Christoph
240 |

Die Lehrmeisterin

Was ergibt sich fĂŒr uns heute aus den Erfahrungen der Geschichte(n)?

Christoph Schulte geht der Frage nach, ob und wie wir aus den Erfahrungen der Geschichte lernen (können). Nutzen uns Vergleiche mit frĂŒher ĂŒberhaupt, um heute verantwortlich handeln zu können? Gibt es ĂŒberhaupt die "Geschichte an und fĂŒr sich"? Geschichte wiederholt sich nicht, Geschichte ist Vergangenheit. Trotzdem wird Geschichte immer wieder neu und auch in Bezug auf die Gegenwart (aus)gedeutet. Was ist, wenn Geschichte eine Modelliermasse ist? Wie verlĂ€sslich ist sie dann noch und kann man aus ihr lernen?

Mit freundlicher Genehmigung von Christ in der Gegenwart und Christoph Schulte bringen wir den Beitrag "Die Lehrmeisterin".

Quelle: CHRIST IN DER GEGENWART (Nr. 8/2014, www.christ-in-der-gegenwart.de)

 

 

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Egert, Andreas
239 |

Von der Historie des aphoristischen Denkens

Zur Gattungsproblematik des Aphorismus

Der Aphorismus als [...] Stiefkind der literarischen Gattungen, als Ă€sthetischer Wider-Spruch, gerĂ€t [...] immer weiter unter die RĂ€der einer fortschreitenden intellektuellen BankrotterklĂ€rung, bei der eine nahezu barbarische Forschungsspezialisierung  nicht mehr ĂŒber bloße Einzelinteressen und Froschperspektiven herauskommt, im NĂŒtzlichkeitsdenken befangen bleibt und folgerichtig unter dem Diktat des homo oeconomicus darbt:

wo UniversitÀten waren, sind nur noch Fachhochschulen, wo Bildung war, ist nur noch Ausbildung, wo Journalismus war, ist PR oder IR (heute noch wichtiger: investors relationships), wo literarische Gattungen waren, ist nur noch der Roman.

Hier leistet der Aphoristiker auch ĂŒber seinen Zenit hinaus Widerstand und hĂ€lt...

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