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Kritik der gr├╝nen ├ľkonomie

Impulse f├╝r eine sozial und ├Âkologisch gerechte Zukunft

RIO+20 ger├Ąt fast schon wieder in Vergessenheit. Wirtschaftsthemen bestimmen wieder den politischen und medialen Alltag. Umso wichtiger ist es, an einen Satz von K. Polanyi zu erinnern: "Eine Gesellschaft hat eine ├ľkonomie, sie ist  jedoch keine ├ľkonomie." (S.42)

Dieser Satz erinnert auch daran, dass man nicht ├╝ber "gesellschaftlichen Wohlstand sprechen kann, wenn die Ungleichheit fortlaufend zunimmt und der Reichtum der Einen durch die Armut der Vielen erkauft wird." (S.43) Dies ist alles andere als nachhaltig. Wenn man Nachhaltigkeit will und wenn man Wohlstand in Vielfalt will, dann muss man nachdenken ├╝ber neue Gesellschaftsmodelle oder ├╝ber das, was eine (gerechte) Gesellschaft in Zukunft ausmachen soll. Ohne eine Diskussion des Wachstums- und auch des nicht eindeutig definierten und stellenweise schon instrumentalisierten Nachhaltigkeitsbegriffs, ohne Kooperation und ohne Konsumverzicht wird eine auch sozial und ├Âkologisch gerechte Zukunft schwierig, insbesondere in Zeiten, in denen Ressoucen knapper werden. Ein wichtiger Impuls, den der Text gibt, ist der:

"Mit ihrer Endlosfabrikation von W├╝nschen verl├Ąsst die Konsumgesellschaft ihren eigentlichen Zweck, das Leben der Menschen besser zu machen. Denn ├ťberf├╝lle und Verschlei├čzyklen neigen dazu, Orientierungsf├Ąhigkeit und Entscheidungskraft zu ├╝berfordern. Jeder wird gut daran tun, eine ganz neue F├Ąhigkeit zu lernen: Dinge abzuw├Ąhlen, auszuw├Ąhlen. Nein zu sagen."

Der vorliegende Text, den wir mit freundlicher Genehmigung der Heinrich-B├Âll-Stiftung ├╝bernehmen durften, beschreibt den Punkt, an dem wir stehen, und zeigt Konturen einer ma├čvollen Wirtschaft.

 

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