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Vergissmeinnicht

Vom Bleiben und Verschwinden im digitalen Zeitalter

Sommerfrische

„Ich bin dann mal weg!“ Davon trĂ€umt im Sommer kurzfristig jeder. Aber auch der Sommer hĂ€lt lĂ€ngst nicht mehr, was er verspricht. Sommerpause, Sommerfrische, SommerhĂ€user und SommergĂ€ste – das alles ist, falls es jemals mehr war, inzwischen schöne Literatur geworden. Dort allerdings, in der Nische des Schönen, haben die alten Phantasien vom guten bĂŒrgerlichen Leben nach wie vor Hochkonjunktur.

Denn sie beflĂŒgeln unseren Wunsch nach dem richtigen Dasein, unsere Vorstellung von Freiheit und Atemholen, von Eigenleben und PrivatsphĂ€re, unseren Glauben daran, es wĂ€re noch möglich, einfach die LĂ€den herunterzulassen, sich aus dem Staub zu machen, um ans Meer, in die Berge, ins Umland zu verschwinden. Endlich ungestört sein, kurzfristig fĂŒr nichts und niemand erreichbar, sich den wirklich wichtigen Dingen widmen.

Aber wer weiß schon, was wirklich wichtig ist?...

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Der Text erschien zuerst am 10.08.2014 im Hörfunk, in der Sendung "Gedanken zur Zeit" bei NDR-KULTUR.

 

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