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"... alles in einem Satz" -

Ilse Aichingers Poetik des Schweigens und Verschwindens

In den Texten der 1921 in Wien als Tochter einer j├╝dischen ├ärztin geborenen und 2016 dort verstorbenen Schriftstellerin Ilse Aichinger spielt die kritische Sorgsamkeit in der Verwendung von W├Ârtern die zentrale Rolle. Bereits in ihrer zweiten Ver├Âffentlichung, dem Essay Aufruf zum Misstrauen (1946), weist sie auf den Zusammenhang zwischen zerst├Ârerischer Macht und verkommener Sprache hin. Dabei setzt sie den Akzent auf die Notwendigkeit, stets den eigenen Sprachgebrauch streng pr├╝fend in den Blick zu nehmen. Beim allt├Ąglichen Sprechen und Schreiben m├╝sse solch konstruktives Misstrauen beginnen. Sie forderte, Verantwortung f├╝r das, was man sagt und schreibt, zu ├╝bernehmen. Wie radikal ihre sprachkritische Position war, zeigt beispielsweise ihr Gedicht Verschenkter Rat.

 

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