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John Bolton – Ein Mann von gestern

Ein Blick hinter die Kulissen einer finsteren Macht

Manches Mal sollte man sich ins Feindeslager begeben, auch wenn man danach am liebsten stundenlang unter der Dusche stehen möchte, um den Dreck wegzuschrubben. So geschehen bei der Lektüre von John Boltons sogenannten Memoiren. Wenn man bedenkt, dass der Mann gerade einmal siebzehn Monate als National Security Advisor unter Trump im Amt war, dann staunt man, dass das Buch satte 494 Seiten hat, und mit dem ausführlichen Register sogar auf 577 Seiten kommt. Auf den zweiten Blick wird aber dann klar, warum das so ist. Wenn in fast jedem Satz es um ICH geht und kräftig ins eigene Horn geblasen wird, füllen sich die Seiten wie von selbst. Der Mann hätte von einem guten Lektor profitieren können, denn es gibt auch viel zu viele Wiederholungen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Zeichen von Paranoia oder einfach Fleiß ist, dass Bolton jede Begegnung, ja jedes Gespräch bis ins kleinste Detail notiert hat. Genug Erfahrung in der Politik hat er auf jeden Fall, um sich abzusichern. Schon unter Ronald Reagan war er rührig. Mit verschiedenen Ämtern unter Bush Nummer 1 und Bush Nummer 2 ging seine Karriere weiter. Im letzteren Fall war er einer derjenigen, die den Mythos der Waffen der Massenzerstörung im Irak vorantrieben und damit zu der fatalen Destabilisierung der Region beitrugen. Auch die „Achse des Bösen“ war so eine Idee von ihm. Er war immer schon ein „Ultra-Hawk“ (Habicht oder Falke), d.h., ein Kriegstreiber.

 

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