< Mathew D. Rose im Interview
111 | 14.12.2011

Kandidatenkür der Republikaner in den USA

Obama's Gegner bringen sich in Stellung. Ihr einziger Programmpunkt heißt: Weg mit Obama!


White House / (c) saw/ld

In einem Jahr wissen wir, ob wir hier die Hände vor Verzweiflung ringen oder erleichtert aufseufzen. Das kann vorläufig niemand vorhersehen. Noch ist alles offen. Da die Republikaner das schamlos prahlerisch zugegebene einzige Programm vertreten, Obama aus dem Amt zu jagen, komme was wolle und egal, was es im Land dringend an echten, ernsten  Problemen zu lösen gäbe, verkommt der sogenannte Wahlkampf seit mindestens letztem Frühjahr zum Komödiantenstadel. Die Comic Zeichner haben Hochkonjunktur. [...] Es gibt zudem ein trauriges Phänomen, dass die Armseligkeit der Presse in immer grelleres Licht rückt. Täglich erscheinen Kandidaten, egal welchen Unsinn sie verzapfen, im Fernsehen und werden von der eitlen Wichtigtuerei der Interviewer legitimiert. Mit Respekt empfangen und unterwürfig behandelt werden hier Leute, die man anderorts in die Gummizelle sperren würde. [...] Journalisten sollten eigentlich solcher Ignoranz entgegenarbeiten. Sie tun es immer seltener. Außerdem ist die Qualifikation mancher derjenigen, die sich im Medium profilieren, zweifelhaft. “Prominente”, für die nicht mehr spricht, als dass man ihren Namen erkennt, treten als “Experten” auf Gebieten auf, von denen sie keine Ahnung haben.

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