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172 | 21.07.2013

VERTIGO

Über das Werk von Montaigne, Shakespeare und Hitchcock


Jede Konfrontation mit einem Kunstwerk ist eine Fahrt mit unbekanntem Zweck und ein blind date zugleich. Damit korrespondieren die ersten drei Worte des Hamlets: Who’s there? Im Hamlet wird die Frage Who’s there? beantwortet mit dem Gebot: Stand and unfold Yourself. Das ist die Grundstruktur des unterschwelligen Zwiegespräches zwischen Autor und Publikum und des Selbstgespräches in den Werken der Autoren, die ich bespreche.

Hat das Kunstwerk eine Seele? Blöde Frage? Nicht ganz und gar! Das Konzept Seele oder Innenwelt ist vielumfassend und breitgefächert. Man hat das religiöse Konzept der untersterblichen Seele. Es gibt aber auch die Idee des virtuellen Innenraums, wo die Interessen der modernen Ästhetik, Neurologie und Philosophie öfters aufeinanderstoßen. Zurück zur Frage. Kunst hat keine Seele, aber macht uns bewußt, dass wir eine Seele, im Sinne einer Innenwelt, haben.

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