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Steierwald, Ulrike
377 |

1046: Finis.

Zu Hermann Burgers Gedicht "Worte"

2019 jĂ€hrte sich der Todestag des Schweizer Autors Hermann Burger zum dreißigsten Mal. Jenseits der Schweiz waren jedoch nur wenige Texte der Erinnerung an diesen Schriftsteller – in Feuilletons oder literarischen / literaturwissenschaftlichen Zeitschriften –  zu finden. Dies mag auch daran liegen, dass seine Mortologismen wenig aktuellen Unterhaltungs- und damit Marktwert haben.

Ulrike Steierwald nahm in der Vorlesungsreihe 10 Minuten Lyrik. Der Dichtung eine Gasse (Leuphana UniversitĂ€t LĂŒneburg) Burgers drei Jahrzehnte zurĂŒckliegenden Suizid zum Anlass, ihm mit seinen eigenen  Worten und in der ihm eigenen logischen Konsequenz zu antworten: „Aber du bist nicht tot.“ (Aus: Der stumme Bruder. In: Rauchsignale. Gedichte. ZĂŒrich und...

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Hoppe, Felicitas
375 |

Mein Mensch, mein Hund:

Hermynia Zur MĂŒhlen im 21. Jahrhundert lesen

Das Vorwort ist eine Gattung fĂŒr sich, das, wenn es wie im vorliegenden Fall gelingt, in einen Text oder ein Werk auf eigene Weise einfĂŒhrt und Lust macht, auf eine literarische Entdeckungsreise zu gehen.

Wir danken der Autorin und dem Paul Zsolnay Verlag fĂŒr die Genehmigung das Vorwort zur gerade erschienenen Ausgabe der Werke von Hermynia Zur MĂŒhlen publizieren zu dĂŒrfen und empfehlen auf diesem Weg die LektĂŒre einer vergessenen Autorin des 20. Jahrhunderts.

Hermynia Zur MĂŒhlen: Werke
Im Auftrag der Deutschen Akademie fĂŒr Sprache und Dichtung und der WĂŒstenrot Stiftung herausgegeben von Ulrich Weinzierl. Mit einem Essay von Felicitas Hoppe.

Bibliothek WĂŒstenrot Stiftung. Autorinnen des 20. Jahrhunderts * 4 BĂ€nde im Schuber, 2581...

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Hoppe, Felicitas
374 |

DAS ROTKÄPPCHENPRINZIP

Wie oft haben Sie in Ihrem Leben versucht, wirklich (tatsÀchlich) originell zu sein? Ich erinnere mich, vage, an Themenpartys, die das gestellte Thema möglichst originell konterkarieren sollten. Die Aufgabe erzeugte vor allem Stress, weil sich das Thema in der Regel aus dem Fundus alter Partykulturen bediente und damit selten unter OriginalitÀtsverdacht stand. Es ging um JahrgÀnge, Orte, Musik oder Farben, um Kleidung, Tiere und Statussymbole oder, nur scheinbar ambitionierter, um Ideen und Kunst. Sind Sie jemals als Dichter, Komponist oder Philosoph zum Fasching gegangen? Und war die Aufgabe leichter, als Sie sich in eine Dichterin, Komponistin oder Philosophin verwandeln durften?

   Ich wusste nie, als was ich gehen sollte – als Frau...

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Kiss, Endre
373 |

Naturschutz und Gesellschaftsschutz

Globalisation hat eine besondere Relation zum Klimawandel, und umgekehrt. Der Klimawandel besitzt auch eine besondere Relation zur Globalisation.

Sie leben und existieren zusammen und oft werden sie auch gemeinsam genannt und teilweise auch für identisch gehalten. Es ist jedoch klar, dass die Globalisation auch ohne Klimawandel problemlos existieren kann, während dasselbe auch vom Klimawandel ausgesagt werden kann.

Da es sich jedoch um zwei Phänomene von universaler, geradezu totaler Extensität handelt, haben wir mit einer langen Reihe von Fakten und Interpretationen zu tun, die davon zeugen, dass das Aufkommen der Globalisation und das des Klimawandels miteinander bereits relativ früh in Interaktion traten. Ein besonders wichtiges...

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Perina, Jitka
372 |

ASPEKTE DER ANDERSHEIT

Das neue Buch der Philosophin Karen Gloy trifft mit seinem Fokus auf das VerhÀltnis von Ich und dem Anderen genau das aktuelle Problem unserer westlichen Welt - die Begegnung mit dem Fremden.

Mit der zunehmenden Globalisierung scheint das Thema der Andersheit zunächst überwunden zu sein, was sich jedoch als Täuschung erweist. Zwar ist die traditionelle Grenzziehung durch die Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung aufgehoben und heterogene Kulturen vermischen sich und erzeugen Multikulturalität. Die Daseinsbewältigung des Einzelnen gründet jedoch auf einem rigorosen Egoismus. Dem Einzelnen geht es vor allem um sich selbst, er setzt seine Interessen im Kampf gegen andere durch und verfolgt die Gedanken der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Demgegenüber rückt die Beziehung zum anderen auf den zweiten Rang. Das Wir-Gefühl haben wir weitgehend verloren. Die Konflikte werden zu Gunsten des Ich entschieden.

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Eisenberg, Peter
371 |

Hannover hat das beste Deutsch

Die Stadt Hannover will die Sprache gerechter machen. Sie empfiehlt dafĂŒr geschlechtsumfassende Formulierungen. Der Linguist Peter Eisenberg hat sich einige davon genauer angeschaut.

Im FrĂŒhjahr 2019 hat die Landeshauptstadt Hannover ein Faltblatt mit „Empfehlungen fĂŒr eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ veröffentlicht. Es bestehen Zweifel daran, dass es sich tatsĂ€chlich um Empfehlungen und nicht um verbindliche Sprachregelungen handelt. So liest man im einleitenden Text: „Wenn eine geschlechterumfassende Formulierung nicht möglich ist, ist der Genderstar (z. B. Antragsteller*innen) zu verwenden.“ Das ist keine Empfehlung, sondern eine Anweisung, die zudem gegen geltendes Recht verstĂ¶ĂŸt. FĂŒr den öffentlichen Dienst ist die Verwendung der amtlichen Rechtschreibung verbindlich.

Ko-Publikation mit freundlicher Genehmigung von Peter Eisenberg und von MERTON (www.merton-magazin.de)

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Rainer, Ulrike
370 |

Life in the United States - 21

Louisiana: Les Belles Et Les Bêtes

Louisiana war von 1682-1762 französische Kolonie, von 1762 bis 1800 unter spanischer Herrschaft, und wurde von 1800 bis 1803 wieder an Frankreich abgegeben. 1803 fiel das Territorium durch den Louisiana Purchase an die USA.

Mehr zur Geschichte LOUISIANAS lesen Sie in unserem neuen Text aus unserer AMERIKA-Reihe.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
369 |

Das ökologische Auge

Eine andere Möglichkeit der Kulturgeschichte

Das Buch mit dem Titel Das ökologische Auge und dem Untertitel Landschaftsmalerei im Spiegel nachhaltiger Entwicklung besteht aus zwei Teilen. Teil I: Das gab es schon -Teil II: Das gab es noch. Ich wusste zunächst gar nicht so genau, was es mit dem Buch auf sich hat, als ich es eines Tages bei uns auf dem Tisch liegen sah. Dann entdeckte ich für mich aber schon bald: So gab es das noch nicht. Ich mag mich irren, aber für mich war die Lektüre ein besonderes Erlebnis, denn es war wie eine große Überraschung, die sich mir beim Lesen entfaltete, ich hatte so ein Buch noch nie gelesen.

 

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Dörwald, Uwe
368 |

Salman Rushdies "Satanische Verse"

Begleitet von einer Art doppeltem Vorspann bringen wir aus Anlass des dreißigsten Jahrestages der Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie (Februar 1989) eine Besprechung der Satanischen Verse aus dem gleichen Jahr.

Denn es bleibt wichtig, sowohl die Meinungsfreiheit als auch die Kunstfreiheit zu verteidigen.

Am 21. Februar 2019 brachte die FAZ einen Text des amerikanischen Journalisten James Kirchick mit der Überschrift Die freie Welt legt sich selbst einen Maulkorb an. Kirchick beschreibt in seinem Text, wie seit der Fatwa gegen Salman Rushdie die Schere im Kopf funktioniert und er beklagt ein „kollektives Versagen westlicher Gesellschaften, die vor drei Jahrzehnten, als ein Schurkenstaat einen Schriftsteller zur Zielscheibe einer...

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Boulous Walker, Michelle
367 |

Walter Benjamin: The Art of Critical Thought

Walter Benjamin's art survives in a series of critical texts, each embodying a poetic sensibility toward truth. It’s the artistic quality of Benjamin’s work that I am most interested in here, and my plan is to trace its movement throughout the ambivalent terrain of his critical thought. In so doing, I’ll touch upon the question of aura and the mimetic and sensuous moment this quality implies.

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Red.
366 |

GRUNDRAUSCHEN - 01 / 2019

Schaut man in die Medien, stellt man fest: Es ist wieder einmal Zeit fĂŒr unser GRUNDRAUSCHEN.

Unser zweifellos völlig subjektives und - einseitiges - Grundrauschen stellt in unregelmĂ€ĂŸiger Folge die verrĂŒcktesten Überschriften und Schnipsel aus Teasertexten zusammen. In diesem Sinne stellt unser Grundrauschen ein kleines MedienĂŒberschriftenarchiv oder ein kleines MedienĂŒberschriftengedĂ€chtnis dar.

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Dörwald, Lukas
365 |

4 Tage Dauerpredigt - Von Aktivisten, einem Wolf und teurem Kaffee

EindrĂŒcke eines Geografen von den Naturschutztagen 2019 am Bodensee

Über Nacht hat es ziemlich abgekühlt, der Kaffee im Pappbecher wärmt meine Hände auch nur noch bedingt. In ein paar Minuten würde ich mich auf den Weg machen. Ziel: Radolfzell am Bodensee. Ein guter Kontakt aus meiner Bachelorzeit in Gießen hat mich darauf aufmerksam gemacht. Mitfahrt mit anderen Studenten im Institutsbus und Unterkunft in einer Ferienwohnung waren dann auch kein Problem mehr.

Mittags um 14:00 Uhr sollte es losgehen, BegruÌˆĂŸung durch Honoratioren. Doch zunächst hatten wir noch 404 Kilometer hinter uns zu bringen. Das sollte noch der leichteste Teil der vier Tage am Bodensse sein.

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100 Jahre DADA

Vom Dadaismus zum Surrealismus

Konformer als in unserer Welt, die zugleich einen ausgeprägten Individualismus propagiert, ging es vielleicht nie zu. Skandale scheinen niemanden mehr hinter dem Ofen hervorzulocken. DADA gelang es noch, Skandale zu erzeugen!

Manchmal muss ein Buch nicht dick sein, um eine große Wirkung zu erzielen. Der kleine Band, der es in sich hat, ist zugleich ein wundervoller Band, der Lust macht, sich mit dem Dadaismus und Surrealismus intensiver zu befassen. Das verdanken wir dem Verlag Das Wunderhorn mit dieser herrlichen Ausgabe von Ré Soupaults Essays. Wir treffen auf die kurzen Phasen in der Kunst und in der Literatur, die auch für die heutige Zeit inspirierend wirken könnten, wenn es darum geht, Neues radikal zu denken.

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Dörwald, Uwe
355 |

GATEWAYS TO HELL

Zum Bildband CTRL-X von Kai Löffelbein

Gesellschaften, in deren Mittelpunkt der Konsum steht, sind Gesellschaften, die MĂŒll produzieren. In den USA und in der EU fallen pro Jahr und pro Kopf zwischen 20 und 30 Kilogramm Elektroschrott an, so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Die Folgen des MĂŒllexports zeigt uns der Fotograf Kai Löffelbein, der sich auf den Weg zu den weltweit grĂ¶ĂŸten MĂŒllkippen fĂŒr Elektroschrott gemacht hat. Diese trostlosen Orte des MĂŒllexports findet Löffelbein in Ghana, Indien und in China. Die beeindruckenden Fotografien sind versammelt in seinem Buch CTRL-X.

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Dörwald, Uwe
352 |

Gretzky & ,Hoppe‘ – vom Spiel ,auf dĂŒnnem Eis‘ zu poetischen Freiheiten

Eine essayistische AnnÀherung an Hoppe


 weil wir nicht aufgeben, der Literatur eine Bedeutung abzuringen, beschĂ€ftigen wir uns mit Literatur und haben im besten Fall und ökonomisch gesprochen so etwas wie einen ,Mehrwert‘ von dieser BeschĂ€ftigung. Wir als Leser, die nach Sinn und Bedeutung oder den ErzĂ€hlprinzipien in der Literatur und bei Hoppe suchen, werden „ohnehin alles durcheinanderbringen“, wenn wir ein literarisches Werk betrachten, weil wir uns „die Freiheit, die Hoppe im Akt des Schreibens erfĂ€hrt“, auch als Leser nehmen dĂŒrfen. 

 

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