Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklÀren Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewÀhrleisten.

DarĂŒber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen ĂŒber das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Suche:

Berger, Thomas
337 |

POESIE UND SCHICKSAL

Zum 130. Todestag Theodor Storms

Der deutsche Schriftsteller Theodor Storm starb am 4. Juli 1888 im nordfriesischen Hademarschen. Seine literarischen Werke sind weltweit verbreitet. Zum 130. Todestag am 4. Juli 2018 widmet sich der nachfolgende Essay dem Leben und Wirken des bedeutenden Lyrikers und Novellisten. Zudem wird die Frage erörtert, ob beziehungsweise inwiefern Storm als Heimatdichter zu betrachten ist. 

[Weiterlesen]
Ilgner, Julia
331 |

DEAD BUT ALIVE

Felicitas Hoppe und Jo Lendle erwecken in ihrem Akzente-Band die Legende zu

neuem Leben

Tot sind sie (fast) alle – die Helden und Heiligen, BerĂŒhmten und Vergessenen, Wahren und Erfundenen, die in der aktuellen Ausgabe der traditionsreichen Akzente- Literaturzeitschrift des MĂŒnchner Hanser-Verlags, vor ĂŒber 60 Jahren von Walter Höllerer und Hans Bender gegrĂŒndet, dann lange Zeit von Micheal KrĂŒger betreut und seit 2015 mit neuem Konzept von Jo Lendle und einem wechselnden Gast herausgegeben, literarisch reanimiert werden – mit Ausnahme von Whistleblower und WikiLeaks-GrĂŒnder Julian Assange, der sich mit seiner eskapistischen Existenz in der ecuadorianischen Botschaft in London jedoch auch irgendwie dem Leben und den Lebenden entzogen hat.   

Aber Totgesagte leben, zumindest dem Volksmund nach, bekanntlich lÀnger: So mag das...

[Weiterlesen]
Dörwald, Uwe
326 |

Krisenliteratur und ihre Halbwertszeit

AnlÀsslich Slavoj Zizeks >>Der Mut der Hoffnungslosigkeit<<

Wir leben, so lautet ein wirkmĂ€chtiges Narrativ der Gegenwart, in postmodernen und postfaktischen Zeiten, was zur Folge hat, dass sich Begriffe wie Wahrheit oder Erkenntnis verflĂŒssigen. Dies gilt fĂŒr den politischen und den sozialen wie auch fĂŒr den wissenschaftlichen Raum. Dabei gibt es natĂŒrlich ein Interesse an der momentanen Verblödung der Welt und an der zunehmenden Politisierung des Alltags, zu der auch, wie manche vermuten, die digitale Verflachung der Welt ihren Obulus entrichtet. Aber man muss aufpassen, dass man nicht in Denkfallen gelockt wird.

 

[Weiterlesen]
Wendzel, Steffen
323 |

Ich hab' nichts zu verbergen!

Rezension zum Buch "Komplizen des Erkennungsdienstes"

In den letzten Jahren gab es viele Skandale, die die Datensicherheit von Nutzerprofilen in den sozialen Netzwerken betreffen. Momentan wird diese Debatte dominiert von der aktuellen und berechtigten Aufregung um Facebook. - Facebook ist mal wieder in den Schlagzeilen. In diesem Kontext stellt sich die Frage nach der Sicherheit unserer Daten und unserer Profile, die wir im digitalen Raum hinterlassen.    

Vor diesem Hintergrund rezensiert Steffen Wendzel, Professor fĂŒr IT-Sicherheit an der Hochschule Worms, fĂŒr uns das Buch "Komplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur" von A. Bernard.

 

[Weiterlesen]
Hoppe-Dörwald, Dorothea
321 |

FREIE PRESSE IST EXISTENZIELL

Rezension zu Philippe Soupaults "Die Zeit der Mörder. Erinnerungen aus dem Gefängnis."

Damals galt und heute gilt: Das freie Wort ist immer gefĂ€hrdet. Ganz besonders gilt das in totalitĂ€ren Regimen. Journalisten sind mitunter unbequem mit dem, was sie zu sagen haben. Viel zu oft zahlen Journalisten wie Deniz YĂŒcel, Caruna Galizia (Malta) oder JĂĄn Kuciak (Slowakei) einen hohen Preis fĂŒr ihre Arbeit.

Auch Philippe Soupault, dessen Buch Zeit der Mörder jetzt auf deutsch erschienen ist, ging fĂŒr die Wahrheit ins GefĂ€ngnis.

[Weiterlesen]
SIRI 18
319 |

Über Hitchcocks Lieblingsblondine, Nagelstudios und Löwenhunde

Depeschen aus der Kapitale - 1/2018

Letztendlich war es ein Zufall, der mir half, mit Tam ins GesprĂ€ch zu kommen. Verzweifelt auf der Suche nach einem Paket, das angeblich an mich zugestellt worden war, mich jedoch nie erreicht hatte, fragte ich erst all meine Nachbarn in unserem Mietshaus, dann die mir bekannten Ladenbesitzer in meiner Straße, die auch Post–Pakete annehmen. Niemand konnte mir weiterhelfen, bis einer der immer wechselnden DHL-Zusteller mir sagte, bei den Nageldamen wĂŒrde er auch manchmal Pakete abgeben. Er zeigte auf einen Laden namens PINK NAILS, der bisher nur schemenhaft in mein Gesichtsfeld gerĂŒckt war. Den Ausdruck Nageldamen kannte ich nicht. Auch danach hörte ich die seltsamsten Bezeichnungen fĂŒr Tam und ihre MĂ€dchen, ManikĂŒristinnen, Kosmetikerinnen,...

[Weiterlesen]
Dörwald, Uwe
317 |

Eine völlig durchgeknallte Arbeitswelt

Undurchsichtige Rankings und charmante Cheerleader

Stellen sie sich vor, sie kommen morgens zu ihrem Arbeitsplatz und in der Lobby ihrer Firma hĂ€ngt ein ĂŒberdimensionierter Bildschirm, auf dem sie immer ihren Namen finden können und dahinter steht eine Bewertung, wo sie gerade in der Firma gerankt sind. Ob ihre firmeninternen Aktien oder ihre Reputation gestiegen oder gesunken sind, sehen sie sofort, wie alle anderen auch. Den Algorithmus bzw. die Kriterien, nach denen sie und ihre KollegInnen bewertet werden, kennt niemand, außer dem Chef, den noch niemand gesehen hat und der sich nur mit unverstĂ€ndlich gemurmelten Anweisungen, die durch Lautsprecher in die BĂŒros ĂŒbertragen werden, zeigt. ZusĂ€tzlich mĂŒssen sie sich tĂ€glich einen neuen freien Arbeitsplatz suchen und den KollegInnen im BĂŒro...

[Weiterlesen]
Uzukauskaite, Lina
314 |

ZUR UTOPIEAUFFASSUNG INGEBORG BACHMANNS

Die Utopieauffassung Ingeborg Bachmanns (1926-1973) wurde durch ihre Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller Robert Musil (1880-1942) und seinem Hauptwerk Der Mann ohne Eigenschaften (1930/31, 1932/33, 1952) entscheidend geprÀgt. Im Bereich der Literaturwissenschaft wurden die im Werke Bachmanns nachzuweisenden Spuren der intensiven Musilrezeption in mehreren Publikationen bereits behandelt (vgl. u. a. Agnese, 1996, 103-114; Bartsch, 1980, 162-169; Weber, 1986, 55-74).

Dieser Beitrag konzentriert sich in erster Linie auf das Möglichkeitsdenken und die fĂŒnf zentralen Utopien im Mann ohne Eigenschaften sowie im weiteren Verlauf auf das utopische Denken Bachmanns, das u. a. anhand einiger Beispiele aus ihrem Roman Malina (1971)...

[Weiterlesen]
Dörwald, Uwe
312 |

BĂŒcher statt Screens

Vom Wert der privaten und öffentlichen Bibliotheken

Es gibt die wahren Mythen von berĂŒhmten und verschwundenen Bibliotheken und die Geschichte des großen Schriftstellers, Bibliothekars und Lesers Jorge Luis Borges, der fĂŒr den Autor der Verborgenen BibliotheknatĂŒrlich eine große Rolle spielte. Es gibt den Gedanken, dass jede Bibliothek auch etwas ĂŒber seinen Besitzer aussagt - Zeige mir deine Bibliothek und ich sage dir, wer du bist! - und es gibt natĂŒrlich die völlig subjektiven Umgangsweisen mit privaten Bibliotheken, die auch Orte der Erinnerung sind, und deren Wichtigkeit und Bedeutung man erst bemerkt, wenn sie nicht mehr da sind. Man hat schon von Leuten gehört, die am Verlust ihrer BĂŒcher zu Kranken, von anderen, die an ihrem Erwerb zu Verbrechern geworden sind. Über einer privaten...

[Weiterlesen]
Rose, Mathew D.
310 |

Germany and the loss of political trust

Vertrauen ist ein hohes Gut, ob im Leben, an der Börse oder in der Politik. Vertrauen kann man auch verspielen und verlieren. Das gilt auf besondere Weise in der Politik.  

Vertrauensverlust in die deutsche Politik ist das Thema von Mathew D. Rose, der nicht nur investigativer Journalist und Historiker, sondern auch einer der Herausgeber von BRAVE NEW EUROPE ist. -

"Although nearly four months have passed since the national election, Germany still hasn’t formed a government. The Dutch, with their complicated coalition process, may find this normal, but for Germans it certainly isn’t. Initially it seemed feasible that chancellor Angela Merkel’s Christian Democratic Union (CDU) and its Bavarian partner Christian Social Union (CSU) could...

[Weiterlesen]
Dörwald, Uwe
349 |

Soziologie oder Biographie? Man muss sich entscheiden.

Eribons privater Klassenkampf in „Gesellschaft als Urteil“

Didier Eribon, der mutmaßlich neue Stern am französischen Intellektuellenhimmel, braucht ganze 264 Seiten bis er zum Schluss seines Buches „Gesellschaft als Urteil“, das in den Feuilletons auch schon mal als Meta-Buch bzw. als Begleit- oder Kommentarbuch zu seinem Erfolgstitel „RĂŒckkehr nach Reims“ bezeichnet wurde, auf den Punkt kommt: „Sicher bin ich mir nur, dass einzig eine immer wieder erneuerte theoretische Analyse der Herrschaftsmechanismen mit ihren unzĂ€hligen Funktionen, Registern und Dimensionen in Verbindung mit dem unverwĂŒstlichen Willen, die Welt im Sinne einer grĂ¶ĂŸeren sozialen Gerechtigkeit zu verĂ€ndern, uns in die Lage versetzt, den vielgestaltigen KrĂ€ften der UnterdrĂŒckung zu widerstehen.“ In diesem Sinne ist sein Buch eine...

[Weiterlesen]
Rainer, Ulrike
347 |

Life in the United States - 18

Kentucky - Der unentschlossene Staat

Was hat Kentucky neben der Corvette und dem Mythos um den grĂ¶ĂŸten Boxer aller Zeiten, Muhammad Ali, der Welt noch zu bieten? Fort Knox zum Beispiel mit 8.000 Tonnen Gold oder Colonel Saunders, der eigentlich kein Oberst war, sondern schlicht Harland Saunders hieß, sich aber in der militĂ€rischen Rolle gefiel. Ihm verdanken wir Kentucky Fried Chicken.  

Die Geschichte des Staates ist insofern spannend, weil Kentucky wĂ€hrend des BĂŒrgerkrieges sowohl enge Beziehungen zum SĂŒden als auch zum Norden hatte. Der Staat schwankte anfĂ€nglich und war unentschlossen, auf welche Seite er sich im BĂŒrgerkrieg stellen sollte.

[Weiterlesen]
Lederer, Sylvia
345 |

Lichtkunst in Amsterdam

Mit einer Installation des chinesischen KĂŒnstlers AI WEIWEI

Das Light-Festival in Amsterdam kehrt dieses Jahr zum sechsten Mal zurĂŒck, um die Grachten und Straßen in ein betörendes Licht zu hĂŒllen. Viele internationale KĂŒnstler wie der Chinese Ai Weiwei und die britische KĂŒnstlerin Cecil Balmond verzaubern die Besucher mit 36 Lichtinstallationen unter dem Thema„Existential“. Die diesjĂ€hrigen teilnehmenden KĂŒnstler, Designer und Architekten stammen aus Australien, Belgien, China, Kanada, England, Deutschland, Indonesien, Italien, Japan, Kosovo, den Niederlanden, Russland und den Vereinigten Staaten. Mit „Existential“ wollen sie uns Besucher anregen, darĂŒber nach zu denken, was Menschen verbindet und welche Rolle das Licht dabei spielt.  

In diesem Jahr zeigten mehr als 2.500 KĂŒnstler aus 98...

[Weiterlesen]
Steierwald, Ulrike
344 |

Literarische Über-Setzungen

Lorenzo da Ponte und Thomas Kling im Rahmen der Leuphana Reihe "10 Minuten Lyrik"

An der UniversitĂ€t LĂŒneburg gibt es die schöne Reihe "10 Minuten Lyrik". - Ulrike Steierwald, Professorin fĂŒr Literaturwissenschaft, befasst sich im Rahmen dieser Reihe mit Lyrik von Lorenzo da Ponte und Thomas Kling.

  • Literatur vermag es, im Sprachraum des brennenden Archivs das eigentlich nicht zu Denkende und nicht in Worte zu Fassende zu ĂŒbersetzen.
  • Eine Übertragung ist keine Übersetzung. VerstĂ€ndigung und Kommunikation können nur durch den ĂŒbertragenen Sinn gelingen, die Übersetzungen des nicht zu Begreifenden hingegen sind beim Wort zu nehmen.

 

 

 

 

[Weiterlesen]
Giebenhain / Dörwald
342 |

Ex-Landrat Dietrich KĂŒbler wegen Untreue verurteilt

Bericht und Kommentar zum Ende des Prozesses im Amtsgericht Michelstadt

"Man darf nicht bescheißen! Wenn man eine Rechtswidrigkeit erkennt, muss man diese Rechtswidrigkeit abstellen. Das ist nicht passiert." Das sagte Amtsrichter Schmied in seiner UrteilsbegrĂŒndung.   

Nach zwölf Verhandlungstagen mit umfangreicher Beweisaufnahme und etlichen Zeugen gibt es ein Urteil im Untreueprozess gegen den Ex-Landrat des Odenwaldkreises. Sieben Monate Haft, die fĂŒr drei Jahre zur BewĂ€hrung ausgesetzt sind, und eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro - so lautet das Urteil des MichelstĂ€dter Amtsgerichts gegen Dietrich KĂŒbler, der auch die Kosten des Verfahrens zu tragen hat.  

Nachtrag (03.01.2018): Inzwischen ist sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung in die Berufung gegangen. Der Prozess geht in die...

[Weiterlesen]