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Rainer, Ulrike
92 |

Hiob

Und die Morgensterne brachen aus im Lied, und die Engel jauchzten vor Freude

Unter der schönsten Lyrik in der Literatur, die ich kenne, ist die Stimme Jahwes, die Hiobs Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz unbeantwortet lĂ€sst und bloß Fragen gegen Fragen stellt.

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Kiss, Endre
90 |

Quark gab es immer

Moskauer Eis – oder der wohl beste Roman ĂŒber die postkommunistische Transformation

Die Gestalt Klaus Kobes verkörpert die Geschichte einer Lebenswelt. Durch seine Figur wird aber auch eine realistische, philosophische, absurde und letztlich auch ironische Dimension sichtbar -  der Mensch ist doch, was er tut, etwas prosaischer ausgedrĂŒckt: er wird durch seine Arbeit mit seiner kleineren und grösseren Umwelt verknĂŒpft.

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Dörwald, Uwe
89 |

Widrigkeiten des Alltags

Über die zermĂŒrbende Macht von Systemen und Strukturen

Es sind (mitunter) die Strukturen, die (uns) zermĂŒrben. Die Macht liegt in Systemen und Strukturen. Und "umfangreiche Kompendien des Ordnungsrechts sowie Verwaltungsvorschriften sind ihre StĂŒtze und ihr Raster. Macht ĂŒbt aus, wer besagte Instrumente als Mittel nutzen kann, um Verfahrensdruck zu erzeugen und zu erhöhen. Die Erhöhung des Drucks, die sich fĂŒr Mitarbeiter in Institutionen insbesondere durch chronischen Zeitmangel zeigt, ist dabei besonders wichtig. Denn Zeitdruck verhindert systematisch das kritische Nachdenken und eine ausgiebige BeschĂ€ftigung mit einem Thema. Dieser Zeitdruck schleift auch Querköpfe rund und erzieht zur Angleichung, wenn nicht sogar zur Anpassung an das jeweilige System. Offenheit, eine offene Gesellschaft...

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
85 |

Achtung! Comic!

Such dir was aus, aber beeil dich! Kindsein in zehn Kapiteln (Texte u. Bilder / Nadia BUDDE)

Dieses schwungvolle Buch im wilden - schrillen  - gelben Pappschuber mit den irrwitzigsten Figuren darauf verrĂ€t schon von außen: hier geht es nicht zimperlich zu, auch nicht unbedingt im landlĂ€ufigen Sinn schön, denn nein, die Figuren sind wirklich nicht das, was man unter MĂ€rchenprinzessinnen und Prinzen versteht.

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Rainer, Ulrike
75 |

Ovids Metamorphosen

Griechische Götter und Verwandlungen

Die griechischen Götter sind keinen Deut besser als die Menschen, bloß Verbrecher, die der Strafe entgehen.

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TĂŒrme, PalĂ€ste, Kathedralen

oder eine manchmal langatmige, aber immer lehrreiche Zeitreise durch die Geschichte der Architektur

Ich melde mich erst jetzt wieder, weil ich von einer sehr langen und turbulenten Reise zurĂŒckkehre. Ich habe mit den Zwillingen Iris und Martin eine Zeitreise durch die Geschichte der Architektur gemacht. [...] Nun also geht es durch die archetektonischen SehenswĂŒrdigkeiten. Die Reisenden beginnen bei der Cheops-Pyramide, gelangen dann zum Turm von Babylon, weiter zum Palast von Knossos, dann zur Akropolis, um anschließend das Kolosseum und das Pantheon zu bewundern.

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Die Langerud Kinder

oder eine (scheinbar) unbeschwerte Kindheit

Wer BullerbĂŒ gelesen und geliebt hat, der muss  „Die Langerud Kinder“ genauso lieben. Diese oder Ă€hnliche Aussagen werden sich sicherlich finden lassen, wenn man ĂŒber die Langerudkinder spricht.

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Grimpel

oder das entschieden andere Leben

Wer heißt schon Grimpel? Und wer weiß nur so ungefĂ€hr, wie alt er ist, weil seine Eltern so vergesslich sind? Von Anfang an wird klar, bei Grimpel geht nicht alles so, wie man sich das als ungefĂ€hr acht- oder neunjĂ€hriger Junge vorstellt. Nein – Grimpel fĂŒhrt ein entschieden anderes Leben.

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Hodja

oder der fliegende Teppich der Phantasie

Vorab muss ich etwas ĂŒber das Äußere sagen, denn - das Auge liest mit!

Dies ganz besonders bei der im Fischer Verlag erscheinenden Kinder- und Jugendbuchreihe „Die BĂŒcher mit dem blauen Band“, die Tilman Spreckelsen liebevoll zusammenstellt und welche auch genau so liebevoll aufgemacht ist. Die BĂŒcher, alle in blaues Leinen gebunden und mit einem blauen KapitalbĂ€ndchen versehen, sind ein reiner Augenschmaus, was den Lesegenuss noch erhöht!

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Rainer, Ulrike
117 |

Die Odyssee

Eine wunderbare Geschichte

Also fangen wir beim Anfang an, z.B., Homers Odyssee. Ich kann den Text zwar nicht auswendig, doch ich kenne ihn sehr gut, weil ich ihn in den letzten Jahren öfter unterrichtet habe, in den verschiedensten Übersetzungen. Trotzdem hat die Geschichte des vielgeplagten Manns der wunderlichsten Abenteuer nichts von ihrem Zauber verloren. Abenteuer- und Heimkehrergeschichten gibt es jede Menge, beschwerliche Reisen und kluge Helden, die sich am Ende behaupten, auch.

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Dörwald, Uwe
76 |

Alles ist Sport - Sport ist Nichts

Kritik zu Midas Dekkers: Der Gesundheitswahn. Vom GlĂŒck des Unsportlichseins.

Laut Midas Dekkers GLAUBEN wir an die Wirkung (=Gesundheit) des Sports, obwohl es keine Beweise, keine vom Sport unabhĂ€ngige Forschung gibt. „Die Heilige Kuh der Sportreligion ist: Sport ist gesund.“ Gesundheit können wir aber allein schon dadurch haben, dass wir wenig Alkohol trinken, nicht zu fettes Essen zu uns nehmen, keine Drogen konsumieren und ab und zu einen Spaziergang in unseren Tagesablauf integrieren. Dies reicht völlig aus, um gesund zu leben, und diese einfachen Verhaltensregeln lassen sich in den Alltag integrieren ohne Sport, der FREI-ZEIT frisst, zu treiben.

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MĂŒller, Albrecht
35 |

Die ReformlĂŒge

40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren.

Das Buch widerspricht der Hauptthese der öffentlichen Debatte um Reformen und der immer wieder verbreiteten Hoffnung, mit der Auflösung des sogenannten Reformstaus und mit Strukturreformen könne die wirtschaftliche Belebung und der wirtschaftliche Wiederaufstieg unseres Landes erreicht werden. Der Autor hĂ€lt dies fĂŒr eine fixe Idee, der die Mehrheit unserer Eliten und der Mainstream der MeinungsfĂŒhrer in Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft inzwischen verfallen sind.

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Dörwald, Uwe
9 |

Karen Gloy - Das VerstÀndnis der Natur. (Bd.1)

Die Geschichte des wissenschaftlichen Denkens

Was den Markt an philosophischen BĂŒchern betrifft, die fĂŒr ein grĂ¶ĂŸeres als das einschlĂ€gige Fachpublikum geschrieben sind, so gibt es auf der einen Seite solche, die die Philosophie populĂ€rwissenschaftlich darstellen und dadurch wichtige Themen simplifizieren oder verkĂŒrzen und auf der anderen Seite der Skala sind solche zu finden, die in einer zu akademisch gehaltenen Sprache verfaßt sind, als daß sie komplizierte, aber wichtige Sachverhalte einem grĂ¶ĂŸeren interessierten Publikum zugĂ€nglich machen wĂŒrden. Selten also ist der GlĂŒcksfall eines philosophischen Buches, das sich sprachlich zwischen diesen beiden Extremen bewegt und ein Thema anschlĂ€gt, das fĂŒr ein grĂ¶ĂŸeres Publikum von vitalem Interesse ist. Ein solcher GlĂŒcksfall ist Karen...

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Dörwald, Uwe
1 |

Panajotis Kondylis

PlĂ€doyer fĂŒr die NĂŒchternheit in der Politik

Panajotis Kondylis gehört zu einer - zumindest in unseren Breiten und Zeiten - rar gewordenen Spezies. Er gehört nicht zu jenen, die um jeden Preis auf Publicity aus sind und der als Privatgelehrter in Heidelberg und Athen lebt und sich in der Zwischenzeit einen Namen gemacht hat.

In seinem neuesten Buch zum Thema "planetarische Politik nach dem Kalten Krieg", das wie "Der Niedergang der bĂŒrgerlichen Denk- und Lebensformen" und "Macht und Entscheidung" ohne die sonst ĂŒblichen Attribute des philologischen und wissenschaftlichen Stils, d.h. ohne lange und manchmal ermĂŒdende Fußnoten auskommt, beleuchtet Kondylis die politische Landkarte nach dem Kalten Krieg und greift mit seinen Thesen ein in die Debatte um die Frage, ob Kriege...

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