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Rainer, Ulrike
158 |

Der Ruhm als Dichter bleibt

Sie schreibt und schreibt ...

Ich mag Verwandlungen. Sie bezeugen mir, dass nichts in Stein gemeißelt ist, und auch die ewige Wiederkehr sich nie im gleichen Kleid prĂ€sentiert. Seltsamerweise ist Virginia Woolfs ĂŒberaus witziger, humorvoller, ironischer Roman, den sie scherzhalber “Biografie” nannte, von all ihren Werken eine Art Stiefkind. Nicht, dass er keine kritische Beachtung gefunden hĂ€tte, aber kaum zu vergleichen mit den Arbeiten ĂŒber, z.B., Mrs. Dalloway oder To the Lighthouse. Teilweise liegt es daran, dass man den Text lange fĂŒr “zu leicht” befunden hatte, als ob der Scherz nicht durchaus tief ernst sein kann. Zum anderen stieß man sich an der Form des Werks, das sich jeder Genrezuschreibung verweigert.

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Das Psychogramm einer DoppelidentitÀt

Ein sprachgewaltiger Tabubruch

Der Abstand zur Geschichte und die Erkenntnisse der Psychologie, die uns menschliches Verhalten immer differenzierter zu erklĂ€ren versucht, macht "Der Nazi und der Friseur" von Edgar Hilsenrath zu einem Buch ĂŒber eine gelingende VerdrĂ€ngung und die LebenslĂŒge, die der Selbsterhaltung dient, um zu verhindern, dass man an sich selbst zerbricht.

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Moor, Imagination, MĂ€rchen und Aberglaube

Die Faszination am Gruseln bei gut erzĂ€hlten Geschichten – wer kennt sie nicht...

Schon der Untertitel von „Haus hinter Mitternacht“ verweist auf das Element des ErzĂ€hlens, welches hier eine besondere Rolle spielt. Ebenso ist die AtmosphĂ€re, in der erzĂ€hlt oder vorgelesen wird, fĂŒr packende Spuk- und Geistergeschichten von großer Bedeutung. Gruselgeschichten leben von ihrem ErzĂ€hler oder Vorleser und von der Fantasie des Zuhörers und eine ideale Fundgrube fĂŒr Gruselgeschichten ist dieses Buch allemal!

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Dörwald, Uwe
139 |

Hoppe Cuts to the Chase

Felicitas Hoppe zieht uns in ein Abenteuer, das Hoppe heißt, vorgibt eine Biographie und ein Roman zu sein, und die Geschichte eines abenteuerlichen Leben ist. - Mit allen Risiken und Nebenwirkungen!

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Dörwald, Uwe
136 |

Ein Meister und seine Form - zu den Essays von Montaigne

Lesen ist (und bleibt) ein Fest des Intellekts

Mit seinem Hauptwerk, den Essais, die 1580 in zwei und 1588 in drei BĂŒchern erschienen, wurde Montaigne zum BegrĂŒnder des Essays als Form. Er behandelt in seinen Essays sehr frei und unter Verwendung der antiken Überlieferung moral- und lebensphilosophische Themen. Sein Hauptthema ist der Mensch und die Frage nach dem richtigen Leben.

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Vorausschauende TrÀume

zu "Emma James und die Zukunft der Schmetterlinge"

Wenn man als MĂ€dchen Emma James heißt, dann muss man schon recht selbstbewusst sein, um bei diesem Doppelnamen gelassen zu bleiben. Aber Emma James bekommt das sehr gut hin, denn schließlich gilt es, in ihrem Leben ganz andere Dinge zu meistern. Beispielsweise das Leben mit einem schwerkranken kleinen Bruder, mit dem sie nie wirklich spielen kann, ...

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Dörwald, Uwe
168 |

Die KomplexitÀt der Wahrnehmung

Über die KomplexitĂ€t der Wahrnehmung und der Welt

Wir nehmen die Welt wahr mit allen unseren Sinnen. Meinen wir. So wie wir unsere Umwelt und Mitwelt wahrnehmen, ist es die richtige und die passende Art und Weise. Meinen wir. Wie eingeschrĂ€nkt und andere WahrnehmungsrealitĂ€ten ausschließend unser (westlicher) Blick auf die Welt ist, wie „die TotalitĂ€t möglicher ĂŒbereinandergeschichteter Wahrnehmungswelten“ aussieht, „statt reduktionistisch allein auf die SachqualitĂ€ten (der Dinge, U.D.) abzuheben“, zeigt Karen Gloy in ihrem Buch >>Wahrnehmungswelten<<. Die inzwischen emeritierte Professorin fĂŒr Philosophie und Geistesgeschichte zeigt damit auch „die Defizite fest eingeschliffener, traditioneller Vorstellungsgewohnheiten“.

Wie alle BĂŒcher von Karen Gloy, - die Philosophie, Germanistik,...

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
163 |

Von einem Luftkutscher, der keine Luftnummer ist

"Wie die Wörter tanzen lernten" ist auch ein ideales Nachschlagewerk

Leicht und nicht als Lehrbuch, sondern verspielt und beglĂŒckt, lĂ€sst uns Harig an seinem Leben mit der Poetik teilhaben. Sprachlich kommt ihm immer wieder ein verschmitztes LĂ€cheln ĂŒber die Lippen. Hier schreibt ein Mann, dessen Handwerk mit Feder und Tinte, mit Bleistift und Leim ausgefĂŒhrt wird. Und mit viel Lesen! FĂŒr Poetikkenner ist dieses Buch sicherlich ein literarischer Leckerbissen. FĂŒr Poetikeinsteiger vielleicht ein Buch, das Lust auf vertiefende LektĂŒre macht. Und fĂŒr SchĂŒler - Dank des hervorragenden Glossars, welches alle Begrifflichkeiten der Poetiklehre erklĂ€rt, vom Alexandriner bis hin zum Vers - ein ideales Nachschlagwerk.

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Dörwald, Uwe
157 |

Die Vermessung der fiktiven Welt

Ein ATLAS besser als jedes GPS

Mercator, dessen 500.ten Geburtstag wir in diesem Jahr Anfang MÀrz begehen (können) und dessen Karten und Globen die Welt erschlossen und den Menschen Orientierung gaben, hÀtte an diesem Buch wahrscheinlich seine Freude gehabt.

Im >>Atlas der fiktiven Orte<< begeben sich Werner Nell (Texte) und Steffen Hendel (Illustrationen) auf „eine Entdeckungsreise zu erfundenen SchauplĂ€tzen“ der Weltliteratur. Es sind Orte der Phantasie, die bereist, beschrieben und kartografiert werden. Insgesamt 30 Orte liegen auf der ausgedehnten Reise- und Abenteuerroute der Autoren. Es geht von Atlantis und dem Auenland ĂŒber Entenhausen und Lilliput nach Lummerland, Schilda, ins Schlaraffenland und am Ende, unter dem Buchstaben Z, bis hoch hinauf in die dĂŒnne...

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
153 |

That’s definitly not Russia

"Das eingeschossige Amerika"

Ich war noch nie in Amerika und bin mit meinen Vorstellungen ĂŒber diesen Kontinent vielleicht auch genau auf dem Stand wie es 1935 Ilf und Petrow waren, als sie gemeinsam Amerika bereisten. Die zwei berĂŒhmten russischen Autoren, die ihren Durchbruch mit dem Doppelroman „Zwölf StĂŒhle/Das goldene Kalb“ hatten, unternahmen die Reise als Korrespondenten der Zeitung Prawda. Noch nie habe ich einen so fantastischen Reisebericht gelesen, der mit viel Humor und Zugewandtheit Amerika beschreibt.

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Rainer, Ulrike
146 |

Lachen garantiert

Besprechung zu GRÜNES EI MIT SPECK

Wenn ich frage, ”und wer kennt Dr. Seuss”, schießen sofort alle HĂ€nde in die Höhe, denn den kennt fast jedes amerikanische Kind. Immerhin haben sich ĂŒber 222 Millionen seiner BĂŒcher verkauft. Kein Wunder, denn die Texte, Verse und dazugehörigen farbprĂ€chtigen Illustrationen dieses begnadeten KĂŒnstlers sind sowohl fĂŒr Kinder als auch Erwachsene unwiderstehlich.

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Dörwald, Uwe
143 |

Die Macht des Lobbyismus

Vom Ausverkauf demokratischer Werte

Korrupt liest sich wie ein Polit-Krimi, nur ist das Thema von Mathew D. Rose nicht die Fiktion, sondern die RealitÀt und die Gegenwart.

Die MissstĂ€nde und die fĂŒr eine demokratisch organisierte Gesellschaft zersetzenden Strukturen mit klaren Worten und guten Belegen zu beschreiben, ist ein klares Verdienst des vorliegenden Buches. Es geht um ein effektives "Netzwerk von Kreuzbeteiligungen und Verflechtungen"; gemeinhin heißt dies Filz.

Es geht um den >>prize of souls<<... thou art virtue, fame, honour, and all things else...und um die Frage, inwieweit wir unser Handeln contrecoeure ausrichten können. Denn: Mit Gold kann man die Seele kaufen, [...], also nicht nur die Menschen zwingen, etwas gegen ihren innersten sittlichen Antrieb zu tun,...

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
140 |

Von Menschen und NotizbĂŒchern

HARRIET - Spionage aller Art

Harriet wĂ€chst wohl behĂŒtet auf. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern, ihrem KindermĂ€dchen Ol' Golly und der immer etwas mĂŒrrischen Köchin in einem großen Haus in New York. Harriet ist elf Jahre alt und hat sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie will Schriftstellerin oder Spionin werden. Spionage betreibt sie bereits jetzt grĂŒndlich und ausdauernd, ein stĂ€ndiger Begleiter ist hierbei ihr kleines Notizbuch, welches sie immer bei sich fĂŒhrt und in das sie alles aufschreibt, was ihr auffĂ€llt und was ihr wichtig erscheint.

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Dörwald, Uwe
138 |

"Unternehmen Wahnsinn"

Blinder Aktionismus und leere Worte

Aktionismus und hohle Worte scheinen heute und in vielen Unternehmen zum Standardrepertoire zu gehören. Zeit zum (Nach- und Durch-) Denken gibt es immer weniger, obwohl „der mĂŒndige BĂŒrger die Sehnsucht nach FĂŒhrung eigentlich begrenzen“ sollte. Die Management- und Organisationsberaterin Theresia Volk, die eine geisteswissenschaftliche Ausbildung hat, was sich wohltuend bemerkbar macht, beschreibt in ihrem Buch, das intelligent, klug und nicht nur lesenswert, sondern auch lesbar geschrieben ist, die Differenz, die vielfach zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der Welt der Unternehmen besteht.

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Dimmers, Jan
137 |

Über "Atemschaukel" von Hertha MĂŒller

Hermeneutik in einer hermetischen Welt

In diesem Essay bin ich nicht dabei, eine Kritik der Atemschaukel zu schreiben. Ich schreibe nicht, um fĂŒr mich selbst und anderen klar zu machen, wie gut oder schlecht ich das gelesene Buch finde. Hier wird mehr der Akt des Lesens als Lesestrategie und Leseabenteuer hervorgehoben. Ich wandere nur durch eine textuelle Landschaft hindurch, wo ich Angst und Einsamkeit kennenlerne.

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