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Dörwald, Uwe
385 |

DAS VERSCHWINDEN DER ROSEMARIES

Zur Transformation von HR2-Kultur

Endlich wird es nach der TRANSFORMATION des Kulturradios HR2 zu einem modernen und jungen(!) Klassik(!)sender – so meine Hoffnung - auch kein SilvesterrĂ€tsel mehr geben. Denn das war lĂ€stig und ein Ritual. Es hat die Nacht ins Neue Jahr quasi – alternativlos - formatiert. Wir haben trotz oder wegen reichlichen Genusses hochprozentiger GetrĂ€nke zur Jahreswende immer die Lösung herausbekommen, leider aber nur einmal etwas gewonnen, weshalb wir naturgemĂ€ĂŸ immer noch schmollen. Auch deshalb gehört HR2-Kultur natĂŒrlich abgeschafft. Der Sender hat nie unsere GenialitĂ€t erkannt. Wir und nur wir hĂ€tten in jedem Jahr den Hauptpreis verdient gehabt. Wahrscheinlich aber wurden wir aussortiert, weil wir keine hessischen Hörer waren (Achtung...

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Red.
366 |

GRUNDRAUSCHEN - 01 / 2019

Schaut man in die Medien, stellt man fest: Es ist wieder einmal Zeit fĂŒr unser GRUNDRAUSCHEN.

Unser zweifellos völlig subjektives und - einseitiges - Grundrauschen stellt in unregelmĂ€ĂŸiger Folge die verrĂŒcktesten Überschriften und Schnipsel aus Teasertexten zusammen. In diesem Sinne stellt unser Grundrauschen ein kleines MedienĂŒberschriftenarchiv oder ein kleines MedienĂŒberschriftengedĂ€chtnis dar.

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Dörwald, Uwe
300 |

DER MARNER UND DER PRÄSIDENT

Von Strophen und Tweets: Eine kleine Polemik zur LĂŒge in postfaktischen Zeiten.

In dieser kurzen Polemik geht es um Strophen, Tweets und Alarmismus. Es geht um Aufgeregtheit, Gereiztheit, unterschwellige Aggression und NervositĂ€t auf Social-Media Plattformen. Es geht aber auch um die Schönheit und die Klarheit und die Ausdruckskraft der mittelhochdeutschen Sprache. Denn wir begegnen dem MARNER, einem gebildeten Berufsdichter, der u.a. ĂŒber die LĂŒge dichtete, wobei wir unwillkĂŒrlich an einen bestimmten PrĂ€sidenten und seinen Account bei Twitter denken mĂŒssen.

Und es geht um einen kleinen Abschied vom GRUNDRAUSCHEN.

 

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Red.
242 |

#GRUNDRAUSCHEN

Der Apparat der sozialen Medien und der Massenmedien lĂ€uft und er hĂ€lt zum "Nulldenken" (A. Glucksmann) an. Das Grundrauschen, ein Wort, das uns in den letzten Tagen hĂ€ufiger begegnete, ist eine kleine Darstellung wert, mit einem Null-Text, der Dringlichkeit vorgaukelt und die narzißtische Tendenz des sozialen Mediums facebook in einer Momentaufnahme zeigt. Aufgereiht zu einem Textblock zeigen einzelne Postings in ihrem unverbundenen Nebeneinander das Grundauschen auf dem Rummelplatz der Kommunikation: Der Welttoilettentag steht neben dem Welttag der Philosophie und ein antikes Epos ist in 15 Minuten zu haben.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
203 |

Schön vermessen oder Die Gnade der frĂŒhen Geburt

Selfies und Apps

Alles, was nicht gemessen wird, ist nicht. Das Schöne an den Zahlen ist ihre Objektivierbarkeit. Bei den Soziologen heißt dieses PhĂ€nomen Objektivierungs-Suggestion. Es wird der Eindruck erweckt, dass die numerische Darstellung einen höheren Wahrheitsgehalt hat, also verlĂ€sslicher ist als das, was wir wahrnehmen, empfinden und fĂŒhlen, ohne daraus ableitbare Daten generieren zu können. Außerdem erzeugt dieser Blick auf die eigenen Daten eine Distanz zum eigenen Körper. Alles geht in eine distanzierte Selbstbetrachtung ĂŒber, garniert durch eine umfangreiche Sammlung von Selfies, die die visuelle Kontrollinstanz zu den Daten darstellt.

Wozu findet diese Selbstoptimierung ĂŒberhaupt statt? Wir wissen, dass der Mensch den Vergleich zu seinen...

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Status: Soziophobikerin

- Glosse -

Mit einer Diagnose lebt es sich doch gleich viel angenehmer, denn das etwas mit mir nicht so richtig stimmen kann, den Verdacht hege ich schon eine ganze Weile.

Dass ich mich unter den Soziophobikern wieder finden wĂŒrde, hĂ€tte ich allerdings nicht vermutet, zumal ich mich beruflich lange mit Angststörungen befasst habe und schon dort auf die Soziophobie gestoßen bin und nie auf die Idee gekommen wĂ€re, dass ich selbst mit dieser Angststörung zu tun haben wĂŒrde.

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Ein Schlag ins Wasser

Geschichte schreiben in London bei Olympia

Geschichte schreiben gehört sicherlich zu einer der wichtigsten SekundÀrdisziplinen der olympischen Spiele in London 2012.

Angefangen bei den immer aufwendigeren Eröffnungsfeiern, ĂŒber die Neubauten, die sich an den SportstĂ€tten finden lassen, auch wenn sie MĂ€ngel aufweisen, wie die große Schwimmhalle, in der sich die Besucher gegenseitig nicht sehen können. Warum machte einer der vielen Moderatoren daraus eine Bemerkung, schließlich will man ja die Sportler sehen, aber egal.

Geschichte schreiben ja auch gerade die deutschen (Becken-) Schwimmer einschließlich der Nachberichterstattung. Die erste große Kerndisziplin der Spiele ist jetzt endlich geschafft, vom kĂŒhlen Nass wird der Blick nun mehr auf die Leichtathleten gelenkt. Doch das...

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Was die Welt zusammenhÀlt

ist dieser Tage das Großereignis in London, genau, es sind die olympischen Spiele!

Und auch fĂŒr am Sport Uninteressierte, wie ich es bin, ist doch genug visueller Stoff dabei. So setze ich mich also hier und da dazu, wenn ein sportbegeisterter Mensch aufmerksam und gespannt der ununterbrochenen Dauerberichterstattung beiwohnt. Falls etwas verpasst wurde, ist ja auch alles im Netz nachlesbar und anschaubar. Gesegnet sei die 24/7 Berichterstattung!

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
135 |

EinfĂ€ltige Vielfalt – vielfĂ€ltige Einfalt

Die Bachelorisierung des Studienangebots

Teildisziplinen werden zu eigenstÀndigen FÀchern, somit kann man endlich orientiert an den eigenen Neigungen studieren, ohne sich mit den anderen Àrgerlichen Pflichtauflagen herum zu quÀlen. Bald wird es sicherlich möglich sein, Informatik gÀnzlich ohne Mathematik zu studieren, vielleicht auch Deutsch ohne Grammatik. Auch PÀdagogik wird es irgendwie ohne Didaktik geben, denn sonst könnte man ja auch gleich Didaktik studieren. Viel besser sind aber die noch konkreteren und anregenden StudiengÀnge wie beispielsweise 'Abenteuer- und ErlebnispÀdagogik', 'Alternde Gesellschaften', 77 betriebswirtschaftliche Bindestrich-Varianten, Caritaswissenschaft, E-Learning und Medienbildung.

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Der sĂŒsse Brei

oder: Der Fluch der Endlosschleife

SĂŒĂŸer Hirsebrei, wie in dem bekannten Grimmschen MĂ€rchen, ist heute wohl kaum noch das Lebensmittel der Wahl, und man muss kein Gourmet sein, um bei Hirsebrei das Gesicht zu verziehen. Aber trotz allem sind wir heute mehr denn je von sĂŒĂŸem Brei umgeben, von einem medialen klebrigen Einheitsbrei, der sich ausbreitet, als sei der Ausschalteknopf abhanden gekommen. In unserer Berieselungswelt rollt der sĂŒĂŸe Konsumbrei auf allen KanĂ€len ĂŒber uns hinweg, um uns herum und droht, uns zu ersticken. Die FĂŒlle und Dicke und ZuckerwattensĂŒĂŸe droht jeden kritischen Geist frĂŒher oder spĂ€ter zu verkleben. Der Unterschied zum MĂ€rchen allerdings besteht darin, dass es nicht zu schaffen ist, sich durch den Brei hindurchzulesen, ...

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
118 |

Schneller ist besser!

Zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz - Turbulenzen zum Jahresende

Noch immer scheint vermeintliche Rettung fĂŒr desaströse ZustĂ€nde in der Beschleunigung zu liegen. Allein die Tatsache, dass Menschen von einem zu hohen Tempo krank werden, reicht nicht aus, um die Bremse zu ziehen. Auch die BĂŒcherberge zur Entschleunigung der Beschleunigungswelle können nicht wirken, da ja niemand mehr die Zeit hat, ĂŒberhaupt noch ein ganzes Buch zu lesen. Aber das macht nichts, wir setzen weiter auf Beschleunigung, ein Wort in dem scheinbar so etwas wie Hoffnung mitschwingt. Es wird alles schneller besser werden. Daher setzen wir ja auch so hoffnungsfroh auf das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

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Der Projektpendler

Über den Charakter von Projekten

Ein Charakteristikum in der aktuellen Arbeitssituation ist der Projektcharakter, der den neuen TĂ€tigkeiten anhaftet. Hier handelt es sich immer um Arbeit auf Zeit, aber an einem Projekt mitzuarbeiten suggeriert, an etwas Großem und Innovativem beteiligt zu sein. Und es lĂ€sst die Hoffnung entstehen, dass aus dem Projekt etwas unentbehrlich Wichtiges generiert wird. Angeschoben werden Projekte oft aufgrund politischer Interessen. Auf diese Weise können unverbindliche Testballons starten.

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Kaufen*Kaufen*Kaufen

Kaufen - was das Zeug hÀlt!

Das Land ist in einer Krise, das ist ja nun bis zu jedem durchgedrungen. Die
armen Banken haben da einen kleinen Fehler gemacht, aber wir können das
verstehen, jeder hÀtte es genau so gemacht, denn bisher ist es ja noch immer gut
gegangen! Und damit es auch weiter gut geht und der Kapitalismus uns noch ein Weilchen erhalten bleibt, deshalb zeigen wir uns jetzt auch alle ganz solidarisch und werden helfend allem und jedem unter die Arme greifen. Und wie das gehen soll ist schon ausgemachte Sache: Wir kaufen! Schon PrÀsident Bush, der sich auf seinen wohlverdienten Ruhestand einrichten kann, rief als Reaktion auf den 11.ten September sein Volk zu vermehrtem Konsum auf.

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
59 |

Vom Satz zurĂŒck zur Höhlenmalerei

Man muss nicht alles wissen, nur wo es steht

Wissen, Erkenntnis und Bildung haben mit Arbeit im Sinne von Aneignung zu tun. Nichts davon fĂ€llt uns einfach so zu. Wenn wir uns nicht darum bemĂŒhen, verflacht unsere Sprache und unser Denken.

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Kuhmist

Ein vertrÀumter Blick aus dem Zeitfenster im Sommer 2006

Kuhmist hat es unlĂ€ngst geschafft, eine kleine Spalte in der „ZEIT“ zu fĂŒllen und das BĂŒchlein von Herrn Frankfurt hat das seine auf der Bildungs-Ebene dazu getan, dass der Begriff salonfĂ€hig geworden ist.

Kuhmist ist ein Synonym fĂŒr unsere Zeit, in der die Menschen Zeitfenster öffnen, schließen, zeitnahe Lösungen suchen, aber wenn diese sich nicht finden lassen, dann ist das nicht so schlimm, das nĂ€chste Zeitfenster öffnet sich sicherlich bald wieder ganz von selbst, das Problem muss nur richtig kommuniziert werden.

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