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Kiss, Endre
351 |

Georg LukĂĄcsÂŽ NeubegrĂŒndung des Marxismus

Von Hartmanns zu Lukács’ Ontologie

Der Positivismus galt LukĂĄcs’, allgemein formuliert, in allen Perioden als ein verachteter Gegner, - als ein seichtes Denken der Bourgeoisie -, sowohl der lebensphilosophische als auch der marxistische LukĂĄcs dachte so.   

Der Neopositivismus dĂŒrfte LukĂĄcs als eine Fleischwerdung all jener Tendenzen vorgekommen sein, die in seinen Augen in Kant und im klassischen Positivismus nicht akzeptabel waren, insbesondere der Überdimensionierung der Erkenntnistheorie zuungunsten einer sich auf die RealitĂ€t richtenden philosophischen Einstellung.    

In der GegenĂŒberstellung des Neupositivismus und des in vielem verspĂ€teten SpĂ€tstalinismus dĂŒrfte LukĂĄcs in der sich öffnenden Welt und in der immer freieren philosophischen Kommunikation klar geworden...

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Akbar, Murtaza
350 |

Sprache als Waffe: Gegen „Asyltourismus“ helfen nur „schĂ€rfste Grenzregime“

Die absichtliche Verrohung der Sprache schadet uns allen

Viele Worte werden einem in seiner Kindheit entgegengeworfen – bei mir waren einige darunter, die weniger ĂŒblich sind. Neger, Kanake und Asylant sind nur drei Beispiele. Heute kommt das offen glĂŒcklicherweise sehr selten vor. Was ansonsten oder an anderer Stelle ĂŒber mich gesagt und gesprochen wird, weiß ich natĂŒrlich nicht, aber wer weiß das schon? Sprache ist Macht. Sprache ist Kraft. Sprache kann spalten, aber auch vereinen, motivieren, fördern, bilden. Abgesehen von physischer oder psychischer Gewalt kann kaum etwas so sehr verletzen wie Worte. Schon sehr frĂŒh habe ich deshalb feine Antennen dafĂŒr entwickelt, welches Gewicht Worte und Sprache haben. Deutlich mehr, als es vielen Menschen bewusst ist. 

 

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Dörwald, Uwe
348 |

Spielotheken in Worms

Eine Fotoreportage

Wenn man Spielotheken ohne Wertung betrachtet, dann sind sie ein GeschĂ€ft wie jedes andere auch und noch dazu steuerlich interessant. Auf der anderen Seite verĂ€ndern sie das Bild (und auch die AtmosphĂ€re) einer Stadt und zwar nicht unbedingt positiv. Viele Spielotheken machen eine Stadt nicht unbedingt attraktiv(er).   

Dass in Spielhallen auch pathologische Spieler (SpielsĂŒchtige) zu finden sein dĂŒrften, versteht sich von selbst. Die Politik sollte ĂŒberlegen, was mehr zĂ€hlt: Die Steuereinnahmen durch Spielotheken oder die Krankheitskosten fĂŒr die Behandlung der Spielsucht.  

Interessanterweise geht der Gesetzgeber in seiner Rechtssystematik zu Spielotheken davon aus, dass  diese Angebote grundsĂ€tzlich gesellschaftsschĂ€dlich und damit gru...

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GEMETZEL MIT ETZEL

Nibelungenfestspiele 2018

Die Nibelungenfestspiele 2018 sind eröffnet, der rote Teppich fĂŒr die B-Promis ist entrollt, der Heylshof erstrahlt in bester Gastgebermanier und die Schönen und Reichen strömen herbei. Premierenkarten sind besondere Karten, da strengen sich viele noch mal ganz besonders an.  

Die Regie fĂŒhrt in diesem Jahr Roger Vontobel, das Autorenduo Feridun Zaimoglu und GĂŒnter Senkel haben den Federkiel gespitzt und den Text fĂŒr das StĂŒck geschrieben. Eine Fortschreibung wird angekĂŒndigt, es wird etwas ganz Neues, heißt es.

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Berger, Thomas
341 |

GRAZIE UND INTUITION

Zur AktualitÀt einer VerhÀltnisbestimmung

bei Heinrich von Kleist

 

Vor mehr als zweihundert Jahren, genauer: 1810, erschien in den Berliner BlĂ€ttern die Abhandlung Über das Marionettentheater. Der Dichter Heinrich von Kleist (1777−1811) wendet sich darin – der Sache nach − einem Begriffspaar zu, das die Philosophie seit Platon (428/427−348/347) beschĂ€ftigt. Auch die Psychologie, etwa C. G. Jung (1875−1961), und die Ethik, wenn sie nach dem Fundament der Unterscheidung von Gut und Böse forscht, widmen sich den polaren GrĂ¶ĂŸen GefĂŒhl und Verstand, Anschauung und Reflexion, intuitives und diskursives Erfassen. Die zentrale Frage lautet: Welcher Stellenwert kommt den kontrĂ€ren GrĂ¶ĂŸen zu, und in welchem VerhĂ€ltnis stehen sie zueinander?     

JĂŒngere Untersuchungen, beispielsweise das Werk Multiple Intelligences...

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Senigaglia, Cristiana
339 |

DIE VIRTUELLE WELT, NIETZSCHE UND DIE FRAGE DER WAHRHEIT

Die Beschaffenheit der virtuellen Welt entkrĂ€ftet zumindest partiell die Aussagekraft der realitĂ€tsbezogenen Wahrheitskriterien. Die vier ĂŒblichsten Kriterien der Wahrheit beruhen auf: Kongruenz, KohĂ€renz, Pragmatik und Konsensus. In der virtuellen Welt verlieren sie teilweise an Bedeutung und PrĂ€gnanz, weil sie in den Konstellationen der VirtualitĂ€t nicht mehr als notwendig und direkt anwendbar empfunden werden.   

(
)   

... laut Nietzsche (bedeutet) die Kritik an den Fakten und an dem festen Glauben daran keine Form der Relativierung und der GleichgĂŒltigkeit ihnen gegenĂŒber, sondern sie deutet auf die Notwendigkeit hin, das vermeintliche SelbstverstĂ€ndliche zu hinterfragen und genau da Verdacht zu schöpfen, wo alles selbstverstĂ€ndlich...

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Berger, Thomas
337 |

POESIE UND SCHICKSAL

Zum 130. Todestag Theodor Storms

Der deutsche Schriftsteller Theodor Storm starb am 4. Juli 1888 im nordfriesischen Hademarschen. Seine literarischen Werke sind weltweit verbreitet. Zum 130. Todestag am 4. Juli 2018 widmet sich der nachfolgende Essay dem Leben und Wirken des bedeutenden Lyrikers und Novellisten. Zudem wird die Frage erörtert, ob beziehungsweise inwiefern Storm als Heimatdichter zu betrachten ist. 

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Ilgner, Julia
331 |

DEAD BUT ALIVE

Felicitas Hoppe und Jo Lendle erwecken in ihrem Akzente-Band die Legende zu

neuem Leben

Tot sind sie (fast) alle – die Helden und Heiligen, BerĂŒhmten und Vergessenen, Wahren und Erfundenen, die in der aktuellen Ausgabe der traditionsreichen Akzente- Literaturzeitschrift des MĂŒnchner Hanser-Verlags, vor ĂŒber 60 Jahren von Walter Höllerer und Hans Bender gegrĂŒndet, dann lange Zeit von Micheal KrĂŒger betreut und seit 2015 mit neuem Konzept von Jo Lendle und einem wechselnden Gast herausgegeben, literarisch reanimiert werden – mit Ausnahme von Whistleblower und WikiLeaks-GrĂŒnder Julian Assange, der sich mit seiner eskapistischen Existenz in der ecuadorianischen Botschaft in London jedoch auch irgendwie dem Leben und den Lebenden entzogen hat.   

Aber Totgesagte leben, zumindest dem Volksmund nach, bekanntlich lÀnger: So mag das...

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Dörwald, Uwe
326 |

Krisenliteratur und ihre Halbwertszeit

AnlÀsslich Slavoj Zizeks >>Der Mut der Hoffnungslosigkeit<<

Wir leben, so lautet ein wirkmĂ€chtiges Narrativ der Gegenwart, in postmodernen und postfaktischen Zeiten, was zur Folge hat, dass sich Begriffe wie Wahrheit oder Erkenntnis verflĂŒssigen. Dies gilt fĂŒr den politischen und den sozialen wie auch fĂŒr den wissenschaftlichen Raum. Dabei gibt es natĂŒrlich ein Interesse an der momentanen Verblödung der Welt und an der zunehmenden Politisierung des Alltags, zu der auch, wie manche vermuten, die digitale Verflachung der Welt ihren Obulus entrichtet. Aber man muss aufpassen, dass man nicht in Denkfallen gelockt wird.

 

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Wendzel, Steffen
323 |

Ich hab' nichts zu verbergen!

Rezension zum Buch "Komplizen des Erkennungsdienstes"

In den letzten Jahren gab es viele Skandale, die die Datensicherheit von Nutzerprofilen in den sozialen Netzwerken betreffen. Momentan wird diese Debatte dominiert von der aktuellen und berechtigten Aufregung um Facebook. - Facebook ist mal wieder in den Schlagzeilen. In diesem Kontext stellt sich die Frage nach der Sicherheit unserer Daten und unserer Profile, die wir im digitalen Raum hinterlassen.    

Vor diesem Hintergrund rezensiert Steffen Wendzel, Professor fĂŒr IT-Sicherheit an der Hochschule Worms, fĂŒr uns das Buch "Komplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur" von A. Bernard.

 

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Hoppe-Dörwald, Dorothea
321 |

FREIE PRESSE IST EXISTENZIELL

Rezension zu Philippe Soupaults "Die Zeit der Mörder. Erinnerungen aus dem Gefängnis."

Damals galt und heute gilt: Das freie Wort ist immer gefĂ€hrdet. Ganz besonders gilt das in totalitĂ€ren Regimen. Journalisten sind mitunter unbequem mit dem, was sie zu sagen haben. Viel zu oft zahlen Journalisten wie Deniz YĂŒcel, Caruna Galizia (Malta) oder JĂĄn Kuciak (Slowakei) einen hohen Preis fĂŒr ihre Arbeit.

Auch Philippe Soupault, dessen Buch Zeit der Mörder jetzt auf deutsch erschienen ist, ging fĂŒr die Wahrheit ins GefĂ€ngnis.

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SIRI 18
319 |

Über Hitchcocks Lieblingsblondine, Nagelstudios und Löwenhunde

Depeschen aus der Kapitale - 1/2018

Letztendlich war es ein Zufall, der mir half, mit Tam ins GesprĂ€ch zu kommen. Verzweifelt auf der Suche nach einem Paket, das angeblich an mich zugestellt worden war, mich jedoch nie erreicht hatte, fragte ich erst all meine Nachbarn in unserem Mietshaus, dann die mir bekannten Ladenbesitzer in meiner Straße, die auch Post–Pakete annehmen. Niemand konnte mir weiterhelfen, bis einer der immer wechselnden DHL-Zusteller mir sagte, bei den Nageldamen wĂŒrde er auch manchmal Pakete abgeben. Er zeigte auf einen Laden namens PINK NAILS, der bisher nur schemenhaft in mein Gesichtsfeld gerĂŒckt war. Den Ausdruck Nageldamen kannte ich nicht. Auch danach hörte ich die seltsamsten Bezeichnungen fĂŒr Tam und ihre MĂ€dchen, ManikĂŒristinnen, Kosmetikerinnen,...

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Dörwald, Uwe
317 |

Eine völlig durchgeknallte Arbeitswelt

Undurchsichtige Rankings und charmante Cheerleader

Stellen sie sich vor, sie kommen morgens zu ihrem Arbeitsplatz und in der Lobby ihrer Firma hĂ€ngt ein ĂŒberdimensionierter Bildschirm, auf dem sie immer ihren Namen finden können und dahinter steht eine Bewertung, wo sie gerade in der Firma gerankt sind. Ob ihre firmeninternen Aktien oder ihre Reputation gestiegen oder gesunken sind, sehen sie sofort, wie alle anderen auch. Den Algorithmus bzw. die Kriterien, nach denen sie und ihre KollegInnen bewertet werden, kennt niemand, außer dem Chef, den noch niemand gesehen hat und der sich nur mit unverstĂ€ndlich gemurmelten Anweisungen, die durch Lautsprecher in die BĂŒros ĂŒbertragen werden, zeigt. ZusĂ€tzlich mĂŒssen sie sich tĂ€glich einen neuen freien Arbeitsplatz suchen und den KollegInnen im BĂŒro...

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Uzukauskaite, Lina
314 |

ZUR UTOPIEAUFFASSUNG INGEBORG BACHMANNS

Die Utopieauffassung Ingeborg Bachmanns (1926-1973) wurde durch ihre Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller Robert Musil (1880-1942) und seinem Hauptwerk Der Mann ohne Eigenschaften (1930/31, 1932/33, 1952) entscheidend geprÀgt. Im Bereich der Literaturwissenschaft wurden die im Werke Bachmanns nachzuweisenden Spuren der intensiven Musilrezeption in mehreren Publikationen bereits behandelt (vgl. u. a. Agnese, 1996, 103-114; Bartsch, 1980, 162-169; Weber, 1986, 55-74).

Dieser Beitrag konzentriert sich in erster Linie auf das Möglichkeitsdenken und die fĂŒnf zentralen Utopien im Mann ohne Eigenschaften sowie im weiteren Verlauf auf das utopische Denken Bachmanns, das u. a. anhand einiger Beispiele aus ihrem Roman Malina (1971)...

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Dörwald, Uwe
312 |

BĂŒcher statt Screens

Vom Wert der privaten und öffentlichen Bibliotheken

Es gibt die wahren Mythen von berĂŒhmten und verschwundenen Bibliotheken und die Geschichte des großen Schriftstellers, Bibliothekars und Lesers Jorge Luis Borges, der fĂŒr den Autor der Verborgenen BibliotheknatĂŒrlich eine große Rolle spielte. Es gibt den Gedanken, dass jede Bibliothek auch etwas ĂŒber seinen Besitzer aussagt - Zeige mir deine Bibliothek und ich sage dir, wer du bist! - und es gibt natĂŒrlich die völlig subjektiven Umgangsweisen mit privaten Bibliotheken, die auch Orte der Erinnerung sind, und deren Wichtigkeit und Bedeutung man erst bemerkt, wenn sie nicht mehr da sind. Man hat schon von Leuten gehört, die am Verlust ihrer BĂŒcher zu Kranken, von anderen, die an ihrem Erwerb zu Verbrechern geworden sind. Über einer privaten...

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